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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Frachtverteilungssystem der Post (G-SIG: 13010205)

Umsetzungsdatum für das neue Frachtverteilungskonzept, Einbeziehung von Ländern und Kommunen in die Entscheidungsprozesse, Anzahl der Frachtzentren ohne Gleisanschluß, nachträgliche Verlegung von Anschlüssen, Vereinbarkeit mit dem Bekenntnis der Bundesregierung zur verstärkten Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene, Sicherstellung einer Anbindung der geplanten Briefverteilnetze an das Schienennetz

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Post und Telekommunikation

Datum

06.03.1995

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/49613. 02. 95

Frachtverteilungssystem der Post

des Abgeordneten Dr. Manuel Kiper und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Die Post hat im Zuge der Privatisierung die Verteilung von Frachtgütern geändert. Sie hat bundesweit neue Frachtzentren errichten lassen, die häufig ohne Gleisanschluß sind. Dies hat zur Folge, daß Postgüter, die bisher mit dem Zug transportiert wurden, nun per LKW auf die Reise geschickt werden. Eine ähnliche Entwicklung steht bei der Einrichtung der Briefverteilzentren zu befürchten.

Die Verlagerung von Frachttransporten der Post von der Schiene auf die Straße gefährdet in manchen Regionen generell den Güterverkehr auf der Schiene (z. B. im Bereich Lauda/Crailsheim/Donauwörth).

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen5

1

Wie viele der eingerichteten bzw. geplanten Frachtzentren haben keinen Gleisanschluß?

2

Seit wann wird dieses neue Frachtverteilungskonzept umgesetzt? Wann ist es Ländern und Kommunen im einzelnen bekanntgemacht worden? Wie wurden diese in die Entscheidungsprozesse einbezogen?

3

Ist es möglich, und wird daran gedacht, neue Frachtzentren (z. B. Köngen) im nachhinein mit Gleisanschlüssen zu versehen? Wenn ja, für welche Frachtzentren gibt es entsprechende Überlegungen?

4

Wie verträgt sich die Ansiedlung der Frachtzentren — zum einen auf der „grünen Wiese", zum anderen zentralistischkonzentriert für ganze Landstriche — mit den Bekenntnissen der Bundesregierung, Gütertransport verstärkt auf die Schiene zu verlagern?

5

Wie wird auf diesem Hintergrund die Anbindung der geplanten Briefverteilnetze an das Schienennetz sichergestellt?

Bonn, den 10. Februar 1995

Dr. Manuel Kiper Joseph Fischer (Frankfurt), Kerstin Müller (Köln) und Fraktion

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