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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Familienfreundliche Ferienangebote (G-SIG: 10001452)

Untersuchung zum Reiseverhalten von Familien, Entwicklung seit 1970, Auswirkungen der Kürzungen bei den Sozialausgaben, Urlaub auf dem Bauernhof in der Entwicklung der letzten Jahre, Anteil der Familien mit Kindern am Tourismus, Angebote der Bundesbahn für Familienferienreisen, Verbesserungsmöglichkeiten bei der Abstimmung der Schulferienzeiten bzw. zwischen Schulferien und Betriebsferienzeiten, Informationen über familiengerechte Urlaubsangebote, Ausschreibung des Wettbewerbs Familienferien gem. Entschließung des Deutschen Bundestages vom Dezember 1982

Fraktion

SPD

Ressort

Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit

Datum

21.08.1984

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/1.64922.06.84

Familienfreundliche Ferienangebote

der Abgeordneten Müntefering, Ewen, Egert, Fischer (Osthofen), Frau Dr. Hartenstein, Heyenn, Ibrügger, Immer (Altenkirchen), Jaunich, Kißlinger, Dr. Klejdzinski, Kolbow, Dr. Kübler, Lohmann (Witten), Frau Dr. Martiny-Glotz, Müller (Schweinfurt), Neumann (Bramsche), Frau Dr. Skarpelis-Sperk, Frau Steinhauer, Stiegler, Tietjen, Urbaniak, Weinhofer, von der Wiesche und der Fraktion der SPD

Vorbemerkung

Ziel der Politik in Bund, Ländern und Gemeinden muß es sein, durch geeignete Maßnahmen die Rahmenbedingungen für gemeinsame Familienferien sichern zu helfen.

Bei sinkendem Realeinkommen fällt es vielen Familien immer schwerer, einen gemeinsamen Jahresurlaub zu finanzieren.

Preisgünstige Urlaubsangebote für Familien werden deshalb noch wichtiger.

Unabhängig davon müssen auch die Bemühungen fortgesetzt werden, Urlaubseinrichtungen allgemein stärker auf die Bedürfnisse von Eltern und Kindern auszurichten und damit familienfreundlicher zu machen.

Deshalb fragen wir die Bundesregierung:

Fragen18

1

Welche Bedeutung mißt die Bundesregierung Familienferien zu?

2

Zu welchen Erkenntnissen hat die Untersuchung zum Reiseverhalten von Familien geführt, die von der Bundesregierung Ende 1982 angekündigt wurde und die 1983 abgeschlossen sein sollte?

3

Wie viele Familien mit Kindern verleben den Jahresurlaub gemeinsam an einem Ferienort, wie viele zu Hause? Wie haben sich diese Zahlen zwischen 1970, 1980 und 1983 entwickelt?

4

Wie groß ist dabei der Anteil der Familien mit alleinerziehenden Elternteilen?

5

Gibt es Erkenntnisse über das Urlaubsbudget der Familien mit ein, zwei, drei und mehr Kindern?

6

Wie haben sich dabei die weitgehenden Kürzungen bei BAföG, Wohngeld, Kindergeld, Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe ausgewirkt?

7

Gibt es Ferienunterkunftsformen, die von Familien mit Kindern erkennbar bevorzugt werden: Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Camping, Urlaub auf dem Bauernhof, Jugendherbergen, Pensionen, Hotels?

8

Welche besondere Rolle spielt der Urlaub auf dem Bauernhof in der Entwicklung der letzten Jahre für das Angebot von familienfreundlichen Ferien, und was kann getan werden, um dieses Angebot noch zu verstärken?

9

Welchen Anteil haben Familien mit Kindern am Tourismus in der Bundesrepublik Deutschland, im europäischen Ausland, am Flugreisetourismus?

10

Welche Erkenntnisse gibt es über die Ferienreiseart von Familien mit Kindern? Wie viele reisen individuell mit dem Pkw, wie viele mit der Bahn?

11

Ab welchem Alter verleben Kinder/Jugendliche ihre Jahresferien außerhalb der Familie?

12

Welche Vergünstigungen bietet die Deutsche Bundesbahn für Familienferienreisen an?

13

In welcher Weise und in welchem Umfang wurden und werden Ferienzeiten für Familien und/oder Einrichtungen für Familienferien von seiten des Bundes gefördert und in welchem Umfang tun dies die Länder?

14

Werden Mittel der „Gemeinschaftsaufgabe Regionale Wirtschaftsstruktur" , die für Förderung des Fremdenverkehrs vorgesehen sind, bevorzugt für familienfreundliche Einrichtungen eingesetzt, oder ist die Bundesregierung bereit, dies zukünftig zu tun?

15

Welche Verbesserungsmöglichkeiten sieht die Bundesregierung bei der Abstimmung der Schulferienzeiten zwischen den Bundesländern und den wichtigsten europäischen Reisenachbarländern bzw. zwischen Schulferien und Betriebsferienzeiten?

16

Welche Informationen über familiengerechte, preisgünstige Urlaubsangebote werden staatlicherseits herausgegeben oder gefördert, und wie könnten solche Informationswege noch verbessert werden?

17

Liegen Erkenntnisse vor, ob Informationen über familienfreundliche, inländische Urlaubsangebote auch in interessierten Reisebüros oder an anderen geeigneten Plätzen angeboten werden?

18

Wann wird die Bundesregierung den Wettbewerb Familienferien ausschreiben, den der Deutsche Bundestag in seiner Entschließung vom Dezember 1982 gefordert hat, und an welche Maßnahmen ist dabei gedacht?

Bonn, den 22. Juni 1984

Müntefering Ewen Egert Fischer (Osthofen) Frau Dr. Hartenstein Heyenn Ibrügger Immer (Altenkirchen) Jaunich Kißlinger Dr. Klejdzinski Kolbow Dr. Kübler Lohmann (Witten) Frau Dr. Martiny-Glotz Müller (Schweinfurt) Neumann (Bramsche) Frau Dr. Skarpelis-Sperk Frau Steinhauer Stiegler Tietjen Urbaniak Weinhofer von der Wiesche Dr. Vogel und Fraktion

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