Lehrstuhlangebot für Gerontologie
der Abgeordneten Burger, Kroll-Schlüter, Braun, Frau Dr. Neumeister, Müller (Wesseling), Conrad (Riegelsberg), Kalisch, Frau Karwatzki, Dr. Faltlhauser, Dr. Kunz (Weiden), Röhner und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Bei den Bemühungen, die Lebenssituation unserer älteren Mitbürger zu verbessern, ist immer wieder festzustellen, daß eine notwendige Altersforschung wegen des geringen Lehrstuhlangebots nur in unzureichendem Maße sichergestellt ist. Ebensowenig ist bislang gewährleistet, daß unter Berücksichtigung des interdisziplinären Charakters der Altersforschung eine wünschenswerte qualifizierte Ausbildung von Lehr- und Fachkräften auf diesem Gebiet erfolgt.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Wie sind nach Auffassung der Bundesregierung die Ausbildungsmöglichkeiten in Gerontologie in der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern zu beurteilen?
Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, im Zusammenwirken mit den Ländern einen Ausbau des Lehrstuhlangebotes in Gerontologie zu bewirken?
Wie beurteilt die Bundesregierung die von Fachleuten erhobene Forderung, die wissenschaftliche Gerontologie stärker als bisher institutionell zu verankern?
Wie beurteilt die Bundesregierung die in Fachkreisen betonte Notwendigkeit, die Ausbildung in Gerontologie im Rahmen der bislang festgesetzten Studienordnung durch ein sogenanntes Aufbaustudium zu verbessern?
Welche Überlegungen hat die Bundesregierung, die Altersforschung in stärkerem Umfang als bisher bei der Vergabe von Forschungsaufträgen zu berücksichtigen?
Welche konkreten Maßnahmen für eine Verbesserung der Lebensbedingungen alter Menschen konnten aufgrund von Forschungsaufträgen auf dem Gebiet der Altenpolitik eingeleitet werden, und in welcher Weise ist hierbei sichergestellt, daß wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis zur Anwendung gelangen?