Sportmedizin
der Abgeordneten Schwarz, Frau Dr. Neumeister, Tillmann, Kroll-Schlüter, Dr. Schäuble, Frau Hürland, Fischer (Hamburg), Nelle, Clemens, Dr. Jentsch (Wiesbaden), Dr. Müller, Regenspurger, Dr. Hüsch, Spilker, Conrad (Riegelsberg), Dr. Faltlhauser, Kalisch, Frau Karwatzki, Sauer (Stuttgart), Müller (Wesseling), Braun, Burger, Breuer und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Gesundheitspolitische Gründe veranlassen Kassen und Ärzte immer häufiger, auf die gesundheitsfördernden Möglichkeiten eines regelmäßigen Sporttreibens hinzuweisen. Immer mehr Ärzte sind zudem bemüht, sich in Fortbildungskursen das notwendige sportmedizinische Wissen anzueignen. Diese nachträgliche Unterrichtung erweist sich zunehmend als unzureichend.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen8
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der Sportmedizin sind für approbierte Ärzte bekannt, und wie beurteilt die Bundesregierung diese?
Welchem Qualifikationsgrad entspricht der vom Sportärztebund vergebene Titel „Sportarzt", und welche praktische Beurteilung kommt ihm zu?
In welcher Weise haben Medizinstudenten die Möglichkeit, während des Studiums Fachwissen über gesundheitsfördernde Aspekte des Sports zu erwerben?
Wie beurteilt die Bundesregierung die gesundheitspolitische Bedeutung des Sports unter besonderer Berücksichtigung der körperlichen Aktivität als therapeutische Maßnahme?
Wie hoch setzt die Bundesregierung die Bedeutung von Sport und sportlicher Lebensweise hinsichtlich der Entwicklung in den Ausgaben für das Gesundheitswesen an?
Aus welchen Gründen hat die beim Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit in der Zeit vom 20. Februar 1979 bis 18. September 1979 und vom 29. Januar 1980 bis 12. August 1980 bestehende „Kleine Kommission zu Fragen der ärztlichen Ausbildung" gegen eine Aufnahme der Sportmedizin in die Approbationsordnung votiert?
Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß die gezielte Bewertung einzelner sportlicher Maßnahmen und die daraus zu ziehenden Folgerungen für die Gesundheit von Ärzten nur weitergegeben werden können, wenn sie auch bereits im Studium vermittelt und in der Approbationsordnung verankert sind?
Ist die Bundesregierung bereit, diese Fragen aufgrund der Ergebnisse der 46. Konferenz der für das Gesundheitswesen zuständigen Minister und Senatoren vom 5. Dezember 1980 erneut mit dem Ziel einer Aufnahme der Sportmedizin in die Approbationsordnung zu überprüfen?