Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag
9. Wahlperiode
Drucksache 9/1346
11.02.82
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Kiechle, Susset, Eigen, Freiherr von Schorlemer, Dr. Jobst,
Graf Huyn, Röhner, Dr. Waigel, Schröder (Wilhelminenhof), Brunner, Hartmann,
Dr. Rose, Dr. Kunz (Weiden), Sauter (Epfendorf), Dr. Riedl (München), Schartz
(Trier), Spilker, Dr. Stark (Nürtingen), Kolb, Dr. Friedmann, Niegel, Werner,
Biehle, Dr. Stavenhagen, Dr. Schulte (Schwäbisch Gmünd), Neuhaus,
Graf von Waldburg-Zeil, Rossmanith, Bühler (Bruchsal), Hinsken, Frau Geiger,
Dr. George, Dr. Jenninger, Zierer, Dr. Warnke, Glos, Keller, Hanz (Dahlen)
und Genossen und der Fraktion der CDU/CSU
Hilfen zur Beseitigung der Schneebruchschäden in Süddeutschland
Im Dezember 1981 entstanden durch starke Naßschneefälle
verheerende Schneebruchschäden in den süddeutschen Wäldern.
Betroffen sind vor allem junge Nadelschwachholzbestände. Bei
der Verwertung des angefallenen hiebsunreifen Holzes (ca. 3 Mio.
Kubikmeter) entstehen hohe Aufarbeitungskosten, weil das Holz
gebrochen ist und weil das Angebot die Nachfrage bei
bestimmten Holzsorten beträchtlich übertrifft.
Die Aufräumung und Wiederaufforstung der Schadflächen ist
schnellstens geboten, um Folgeschäden für die betroffenen
Waldbestände zu vermeiden.
Die süddeutschen Länder bemühen sich, im Rahmen der ihnen zu
Gebote stehenden Möglichkeiten, den Waldbesitzern rasche Hilfe
zu gewähren. Das Ausmaß der Schäden erfordert jedoch darüber
hinaus die Hilfestellung des Bundes.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
1 Sieht die Bundesregierung eine Möglichkeit, unter
Anwendung des Forstschäden-Ausgleichsgesetzes Holzeinschlags-
und Holzeinfuhrbeschränkungen zur Vermeidung des
kalamitätsbedingten Angebotsdrucks auf dem Holzmarkt zu
verordnen?
2. Gedenkt die Bundesregierung — und wenn ja, in welcher Form
— den betroffenen Waldbesitzern durch steuerliche
Sondermaßnahmen Hilfe bei der Schadensbeseitigung zu gewähren?
3. Mit welchen flankierenden Mitteln will die Bundesregierung
die zwischen Waldbesitzern und Holzhandel bereits
vereinbarten Maßnahmen der Selbsthilfe unterstützen?
4. Welche steuerliche Entlastung gedenkt die Bundesregierung
der Holzwirtschaft für die zwangsläufig anfallende erhöhte
Lagerhaltung von Schadholz zu gewähren?
5. Welche Möglichkeiten ergeben sich im Rahmen der
Zonenrandförderung, eine Frachthilfe für Schneebruchholz zu
gewähren?
6. Gedenkt die Bundesregierung wenigstens in den Jahren
1982/83 die Frachthilfe Ostbayern im Rahmen der
Zonenrandförderung in der bis Sommer 1981 geltenden Höhe von 17 v. H.
fortzuführen?
7. Wird die Bundesregierung bei der Deutschen Bundesbahn auf
einen Ausnahmetarif für den Transport von Schadholz
hinwirken?
8. Beabsichtigt die Bundesregierung, Maßnahmen zur
Exportförderung zu ergreifen, um den einheimischen Schwachholzmarkt
zu entlasten?
9. Sieht die Bundesregierung eine Möglichkeit, über den
Zentralen Absatzfonds zusätzliche Absatzmöglichkeiten für
Nadelschwachholz zu eröffnen?
Bonn, den 11. Februar 1982
Kiechle
Susset
Eigen
Freiherr von Schorlemer
Dr. Jobst
Graf Huyn
Röhner
Dr. Waigel
Schröder (Wilhelminenhof)
Brunner
Hartmann
Dr. Rose
Dr. Kunz (Weiden)
Sauter (Epfendorf)
Dr. Riedl (München)
Schartz (Trier)
Spilker
Dr. Stark (Nürtingen)
Kolb
Dr. Friedmann
Niegel
Werner
Biehle
Dr. Stavenhagen
Dr. Schulte (Schwäbisch Gmünd)
Neuhaus
Graf von Waldburg-Zeil
Rossmanith
Bühler (Bruchsal)
Hinsken
Frau Geiger
Dr. George
Dr. Jenninger
Zierer
Dr. Warnke
Glos
Keller
Hanz (Dahlen)
Bayha
Handlos
Herkenrath
Dr. Kreile
Michels
Rainer
Schmitz (Baesweiler)
Graf Stauffenberg
Dr. Kohl, Dr. Zimmermann und Fraktion]