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Kleine AnfrageWahlperiode 9Beantwortet

Konzentrationsprozeß im Einzelhandel (G-SIG: 09001198)

Entwicklung der Zahl der Einzelhandelsbetriebe sowie der Marktanteile der verschiedenen Vertriebsformen im Lebensmitteleinzelhandel in den letzten 10 Jahren, Konzentrationsprozeß in Richtung auf eine Versorgung durch wenige bundesweit tätige Anbieter

Fraktion

CDU/CSU

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft

Datum

29.03.1982

Aktualisiert

19.01.2023

Deutscher BundestagDrucksache 9/145511.03.82

Konzentrationsprozeß im Einzelhandel

der Abgeordneten Dr. Dollinger, Frau Geiger, Dr. Waigel, Röhner, Dr. Warnke, Dr. Bötsch, Kiechle, Hauser (Krefeld), Hinsken, Kolb, Dr. Schwarz-Schilling, Glos, Kittelmann, Sauter (Epfendorf), Niegel, Linsmeier, Lenzer, Dörflinger, Maaß, Bühler (Bruchsal), Horstmeier, Clemens, Jung (Lörrach), Schwarz, Sauter (Ichenhausen), Sauer (Salzgitter), Milz, Neuhaus, Dr. Götz, Dr. Sprung, Dr. Waffenschmidt, Susset, Nelle, Freiherr von Schorlemer, Louven, Dr. Jobst, Dr. Stark (Nürtingen), Dr. Schwörer, Dr. Unland, Dr. Kunz (Weiden), Dr. Jenninger und der Fraktion der CDU/CSU

Vorbemerkung

Im Einzelhandel und insbesondere im Lebensmittelhandel vollzieht sich z. Z. ein harter Verdrängungswettbewerb. Während Discountläden und Supermärkte zunehmend an Bedeutung gewinnen, bleiben selbständige Einzelhändler auf der Strecke. Gefährliche Entwicklungen für Verbraucher wie für Produzenten sind für die Zukunft nicht auszuschließen. Ebenso dürften aber auch Innovation wie Kreativität davon nachhaltig betroffen werden.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen5

1

Wie hat sich in den letzten zehn Jahren die Zahl der Einzelhandelsbetriebe, insbesondere im Lebensmittelhandel, entwickelt, und welches waren die Ursachen für diese Entwicklung?

2

Ist der Bundesregierung die Entwicklung der Marktanteile der verschiedenen Vertriebsformen im Lebensmitteleinzelhandel in den letzten zehn Jahren bekannt, und wie beurteilt sie diese Entwicklung unter dem Gesichtspunkt einer optimalen Versorgung, der Erhaltung des Leistungswettbewerbs, der Konzentration und der Zukunft mittelständischer Familienbetriebe?

3

Teilt die Bundesregierung die Auffassung eines großen deutschen Lebensmittelfilialisten, daß der Konzentrationsprozeß im Einzelhandel noch keineswegs am Ende ist und „die ganze Mitte verschwinden" wird?

4

Glaubt die Bundesregierung, daß „nur wenige große bundesweit tätige Anbieter" eine optimale Versorgung sichern können, oder sieht sie in solchen Marktstrukturen Gefahren der Nachfrage- und Angebotsmacht?

5

Wie beurteilt die Bundesregierung die Meinung von Prof. Dr. Robert Nieschlag (München) in seinem Artikel „Die Oligopol-Gefahr im Handel", der in der FAZ vom 23. Januar 1982 veröffentlicht wurde?

Bonn, den 11. März 1982

Dr. Dollinger Frau Geiger Dr. Waigel Röhner Dr. Warnke Dr. Bötsch Kiechle Hauser (Krefeld) Hinsken Kolb Dr. Schwarz-Schilling Glos Kittelmann Sauter (Epfendorf) Niegel Linsmeier Lenzer Dörflinger Maaß Bühler (Bruchsal) Horstmeier Clemens Jung (Lörrach) Schwarz Sauter (Ichenhausen) Sauer (Salzgitter) MHz Neuhaus Dr. Götz Dr. Sprung Dr. Waffenschmidt Susset Nelle Freiherr von Schorlemer Louven Dr. Jobst Dr. Stark (Nürtingen) Dr. Schwörer Dr. Unland Dr. Kunz (Weiden) Dr. Jenninger

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