11. Weltjugendfestspiele in Kuba 1978
der Abgeordneten Glos, Strauß, Dr. Zimmermann, Dr. Marx, Röhner, Dr. Riedl (München), Dr. Waigel, Dr. Häfele, Haase (Kassel), Spranger, Stücklen, Dr. Rose, Lintner, Dr. Bötsch, Kiechle, Graf Huyn, Haberl, Biehle, Niegel, Dr. Wittmann (München), Kraus, Dr. Kunz (Weiden), Gerster (Mainz), Wohlrabe, Klein (München) und Genossen und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Wie beurteilt die Bundesregierung die politische Zielrichtung und die Arbeitsmethoden der bisherigen Weltjugendfestspiele, insbesondere deren propagandistische Koordinierung mit den jeweiligen Zielvorstellungen der Sowjetunion und der kommunistischen Weltbewegung?
Sieht die Bundesregierung eine begründete Hoffnung, daß die geplanten 11. Weltjugendfestspiele, die in diesem Sommer in Havana/Kuba unter dem Motto „Für antiimperialistische Solidarität, Frieden und Freundschaft" stattfinden sollen, nicht zu einer manipulierten Werbeschau der kommunistischen Veranstalter werden, bei der keine Möglichkeit zu ernsthafter und sachlicher politischer Auseinandersetzung bestehen kann?
Ist der Bundesregierung die Zusammensetzung der vorbereitenden Gremien auf nationaler und internationaler Ebene bekannt? Welche nationalen Gruppen haben ihre Beteiligung in Aussicht gestellt oder bereits an Vorbereitungssitzungen auf multinationaler Ebene teilgenommen? Wie kennzeichnet und beurteilt die Bundesregierung die Zielsetzungen der führenden, weitgehend orthodox-kommunistisch orientierten Gruppen innerhalb der vorbereitenden Gremien?
Was hat die Bundesregierung unternommen, um die Jugendorganisationen in der Bundesrepublik Deutschland gezielt über den politischen Charakter der geplanten Veranstaltung, die Veranstalter und die teilnehmenden Gruppen aufzuklären, und was wird sie zu diesem Zweck noch tun?
Vermag die Bundesregierung auszuschließen, daß die Beteiligung von Jugendorganisationen aus der Bundesrepublik Deutschland am „Festival", wie jede Zusammenarbeit mit Kommunisten, deren revolutionäre Ansätze fördert, die eigene politische Position jedoch schwächt?
Liegen der Bundesregierung bereits Finanzierungsanträge einzelner Jugendgruppen oder der nationalen Vorbereitungsgremien vor? Gedenkt die Bundesregierung hierfür Bundeshaushaltsmittel zur Verfügung zu stellen, und wenn ja in welcher Höhe?
Erhalten bereits einzelne Jugendgruppen oder die vorbereitenden Gremien Mittel aus dem Bundeshaushalt - entweder direkt über Sondertitel oder indirekt über Titel für internationale Jugendarbeit oder über sonstige Haushaltstitel - für die Vorbereitung der Teilnahme bundesdeutscher Jugendgruppen oder die Teilnahme selbst?