Umsetzung der gesundheitlichen Aufklärung in gesundheitsorientiertes Verhalten
der Abgeordneten Dr. Becker (Frankfurt), Burger, Dr. Hammans, Hasinger, Frau Geier, Link, Frau Karwatzki, Kroll-Schlüter, Franke, Zink, Geisenhofer, Dr. George, Pohlmann, Müller (Berlin), Höpfinger, Picard, Dr. Lenz (Bergstraße), Dr. Langner, Stahlberg, Dr. Jentsch (Wiesbaden), Böhm (Melsungen), Bühler (Bruchsal) und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen bereitet allen Beteiligten erhebliche Sorgen. Bei einer Suche nach Lösungen wird immer wieder die Vorbeugung in den Vordergrund gerückt.
Wenn auch allgemein bekannt ist, wie gefährlich die Folgen von übermäßigem Zigaretten- und Alkoholkonsum, von Überernährung und Bewegungsarmut für die Gesundheit sind, so kann das Wissen allein noch lange nicht das Verhalten der Menschen beeinflussen. Die steigende Zahl von Alkoholikern und von „Zivilisationskranken", deren Krankheit häufig das Ergebnis uneinsichtiger Lebensführung ist, belegen dies deutlich. Es mangelt in erster Linie an der Umsetzung der gesundheitlichen Aufklärung in gesundheitsbewußtes Verhalten.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen5
Sind der Bundesregierung die Ursachen dieser mangelhaften Umsetzung bekannt?
Sind der Bundesregierung Forschungsergebnisse über dieses Problem bekannt?
Ist die Bundesregierung bereit, in einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt nach praktikablen Möglichkeiten zu suchen, wie gesundheitliche Aufklärung in gesundheitsorientiertes Verhalten der Menschen umgesetzt werden kann?
In welchem Umfang werden für derartige Untersuchungen Forschungsmittel bereitgestellt?
Ist die Bundesregierung bereit, insbesondere aus dem Tabaksteuer- und Alkoholsteueraufkommen effizientere Umsetzungsmaßnahmen von der gesundheitlichen Aufklärung in ein gesundheitsorientiertes Verhalten zu finanzieren?