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Kleine AnfrageWahlperiode 8Beantwortet

Hochschulwechsel der deutschen Studenten (G-SIG: 00002089)

Statistische Angaben über die Mobilität der Studenten, Bewertung der Mobilität und Möglichkeiten zu ihrer Beeinflussung

Fraktion

CDU/CSU

Ressort

Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft

Datum

06.09.1979

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 8/269321.03.79

Hochschulwechsel der deutschen Studenten

der Abgeordneten Pfeifer, Rühe, Daweke, Prangenberg, Dr. Hornhues, Voigt (Sonthofen), Berger (Lahnstein), Frau Dr. Wilms, Röhner, Frau Benedix, Frau Krone-Appuhn, Dr. Müller und der Fraktion der CDU/CSU

Vorbemerkung

Die Bereitschaft der deutschen Studenten, im Laufe des Studiums die Hochschule zu wechseln, hat seit Jahren beständig abgenommen. Während zu Anfang dieses Jahrhunderts ein akademisches Studium in der Regel mindestens einen Hochschulwechsel einschloß, hatten von den im Wintersemester 1960/61 Studierenden an deutschen Hochschulen bis dahin nur ca. 24 Prozent mindestens einmal die Hochschule gewechselt. Bis zum Wintersemester 1973/74 sank die entsprechende Quote auf ca. 15 Prozent ab. Dieser Trend wird von seiten der Studenten mit dem pauschalen Hinweis auf Numerus-clausus, Regelstudienzeit sowie die Verschulung einzelner Studiengänge bestätigt.

Die Bereitschaft junger Akademiker zur räumlichen Mobilität wird in der Hochschule entscheidend mitgeprägt. Sie hat wesentlichen Einfluß auf die Struktur des akademischen Arbeitsmarkts und erhöht die beruflichen Chancen der stellungssuchenden Absolventen.

Nicht zuletzt kommt dem Hochschulwechsel der Studierenden aber auch im Hinblick auf die Qualität der wissenschaftlichen Ausbildung (durch die Konfrontation mit unterschiedlichen Lehrmeinungen) Bedeutung zu.

Wir fragen deshalb die Bundesregierung:

Fragen8

1

Wie hoch ist derzeit der Anteil derjenigen Studenten, die im Laufe ihres Studiums mindestens einmal die Hochschule wechseln oder einen solchen Wechsel im Laufe ihres Studiums planen?

2

Wie hoch ist der Anteil derjenigen Studenten, die mit dem Wechsel der Hochschule auch einen Wechsel des Studienfachs oder der Hochschulart vornehmen?

3

Wie hoch ist der Anteil derjenigen Studenten, die einen Hochschulwechsel im Anschluß an ein Scheitern im Abschluß examen vornehmen?

4

Wie hoch ist der Anteil derjenigen Studenten, die, nachdem ihnen im Wege des zentralen Verteilungsverfahrens zunächst ein anderer Studienplatz zugewiesen wurde, nunmehr an die Hochschule wechseln, an der sie sich ursprünglich hatten immatrikulieren wollen?

5

Wie hat sich die Mobilität der deutschen Studenten im Vergleich zu 1960 bzw. 1970 verändert?

6

Welche Gründe sind nach Ansicht der Bundesregierung für das festgestellte Absinken der Mobilität bei den Studenten ausschlaggebend?

7

Teilt die Bundesregierung die Auffassung der CDU/CSU, daß es im Sinne einer möglichst umfassenden akademischen Ausbildung wünschenswert wäre, wenn wieder mehr Studenten einen Hochschulwechsel in ihre Studienplanung einbeziehen würden?

8

Welche Möglichkeiten, auf die Bereitschaft der Studenten zum Hochschulwechsel Einfluß zu nehmen, bestehen nach Ansicht der Bundesregierung?

Bonn, den 21. März 1979

Pfeifer Rühe Daweke Prangenberg Dr. Hornhues Voigt (Sonthofen) Berger (Lahnstein) Frau Dr. Wilms Röhner Frau Benedix Frau Krone-Appuhn Dr. Müller Dr. Kohl, Dr. Zimmermann und Fraktion

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