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Kleine AnfrageWahlperiode 8Beantwortet

Gewinne bzw. Kostenüberschüsse der Deutschen Bundespost aus den Fernmeldediensten (G-SIG: 00001146)

Kostenüberdeckung in absoluten Zahlen und prozentual zur Höhe des investierten Kapitals in den verschiedenen Fernmeldediensten, insbesondere im Bereich der internationalen Telekommunikation

Fraktion

CDU/CSU

Ressort

Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen

Datum

10.01.1978

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 8/139221.12.77

Gewinne bzw. Kostenüberschüsse der Deutschen Bundespost aus den Fernmeldediensten

der Abgeordneten Dr. Klein (Göttingen), Frau Dr. Walz, Dr. von Geldern, Dr. Hupka, Klein (München), Metz, Dr. Narjes, Dr. Probst, Schmidhuber, Dr. Schwarz-Schilling, Dr. Stercken, Wohlrabe und der Fraktion der CDU/CSU

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Während der diesjährigen Generalversammlung des International Press Telecommunications Council in Boston Ende Mai wurde von der amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) berichtet, in der diesjährigen Frühjahrssitzung des Internationalen beratenden Ausschusses für den Telegrafen- und Fernsprechdienst (C.C.I.T.T.) habe Italien einen Vorschlag eingebracht, der von den Vertretern der Bundesrepublik lebhaft unterstützt worden sei, wonach angemietete Fernmeldeleitungen nicht wie bisher nach einem festen Tarif, bezogen auf die Leitungslänge, sondern nach der Dichte des auf ihnen stattfindenden Verkehrs berechnet werden sollen. Diese „volume tarriffication" könnte für die deutsche Presse zu erheblichen zusätzlichen Belastungen führen, falls sie, was auf Grund der Unterstützung des italienischen Vorschlags durch die Bundespost zu erwarten ist, in der Bundesrepublik eingeführt würde.

Gerade im Bereich der internationalen Telekommunikation machen die europäischen Fernmeldeverwaltungen, sieht man vom Telegrammdienst ab, bemerkenswerte Gewinne. Die entsprechenden Zahlen sind aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Bundespost nicht eindeutig abzuleiten, weil die Gewinn- und Verlustrechnung nach völlig anderen Gesichtspunkten aufgemacht ist. Angesichts der Aktivitäten der Bundespost wäre es aber natürlich nützlich, Zahlenmaterial zu dieser Frage zu erhalten.

Fragen2

1

Welche Gewinne bzw. Kostenüberschüsse hat die Deutsche Bundespost nach ihrer jüngsten Kostenrechnung im Fernmeldedienst erzielt, und welchem Prozentsatz des investierten Kapitals entspricht dies im Fernmeldeverkehr a) im Inland, b) mit anderen Ländern der Europäischen Gemeinschaft, c) mit der übrigen Welt?

2

Welche Gewinne bzw. Kostenüberschüsse wurden erzielt, und welchem Prozentsatz des investierten Kapitals entspricht dies für die folgenden Fernmeldedienste: a) Fernmeldemietleitungen im Inland, b) Fernmeldemietleitungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Gemeinschaft, c) vermietete Leitungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der übrigen Welt, d) öffentlicher Fernsprechdienst mit anderen Ländern der Europäischen Gemeinschaft, e) öffentlicher Fernsprechdienst mit der übrigen Welt, f) öffentlicher Fernschreibverkehr (Telex) mit den Ländern der Europäischen Gemeinschaft, g) öffentlicher Fernschreibverkehr (Telex) mit der übrigen Welt, h) öffentlicher Datenverkehr mit anderen Ländern der Europäischen Gemeinschaft, i) öffentlicher Datenverkehr mit der übrigen Welt, j) öffentlicher Telegrammverkehr mit anderen Ländern der Europäischen Gemeinschaft, k) öffentlicher Telegrammverkehr mit der übrigen Welt?

Bonn, den 21. Dezember 1977

Dr. Klein (Göttingen) Frau Dr. Walz Dr. von Geldern Dr. Hupka Klein (München) Metz Dr. Narjes Dr. Probst Schmidhuber Dr. Schwarz-Schilling Dr. Stercken Wohlrabe Dr. Kohl, Dr. Zimmermann und Fraktion

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