Autobahnverbindung Berlin/Norddeutschland
der Abgeordneten Schröder (Lüneburg), Dr. von Bismarck, Baron von Wrangel, Sick, Dr. Schulte (Schwäbisch Gmünd), Dr. Hubrig, Dr. Köhler (Wolfsburg), Dreyer, Frau Hoffmann (Hoya), Helmrich und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Pressemeldungen zufolge ist bei den Verhandlungen mit der DDR eine prinzipielle Übereinstimmung über den Bau einer Nordtrasse Berlin/Hamburg herbeigeführt worden.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Wann hat die DDR in den Verhandlungen mit Beauftragten der Bundesregierung erstmalig einen konkreten Trassenführungsvorschlag für eine Autobahnverbindung Berlin/ Norddeutschland unterbreitet?
In welcher Kabinettsitzung hat die Bundesregierung ihre Entscheidung gefällt, mit der DDR-Regierung über den Bau einer Nordtrasse zu verhandeln?
Welche konkreten vergleichenden Basisdaten lagen der Bundesregierung bei ihrer Entscheidung zugrunde
hinsichtlich des Kilometerverlaufs auf Bundesgebiet und DDR-Gebiet,
hinsichtlich der Baukosten,
hinsichtlich der Bauzeiten,
hinsichtlich der Fahrzeiten zwischen Berlin und Hamburg unter Berücksichtigung der Geschwindigkeitsbeschränkung auf DDR-Autobahnen,
hinsichtlich des Volumens der Auftragsvergabe an bundesdeutsche Bauunternehmen,
hinsichtlich der Verbindungs- und Erschließungswirkung strukturschwacher Zonenrandgebiete,
.g) hinsichtlich gesamtwirtschaftlicher Aspekte,
hinsichtlich des Natur- und Landschaftsschutzes betroffener Gebiete?
Wie erklärt die Bundesregierung die Höhe der DDR-Finanzierungsforderung von 2 Milliarden DM angesichts bisher errechneter Baukosten von 1,2 bis 1,5 Milliarden DM?
In welchem Ausmaß werden bundesdeutsche Bauunternehmer bei der Errichtung der DDR-Trasse beteiligt werden?
Welche Bauzeit hat die DDR-Regierung in Aussicht gestellt?
Welche Vorstellung hat die Bundesregierung über den verkehrsmäßigen Anschluß der nordostniedersächsischen Zonenrandgebiete an die neue nordelbische Autobahnverbindung?