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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Stand der Umsetzung der Umsetzungsstrategie der Bundesregierung "Digitalisierung gestalten" - Forschung und Entwicklung zur "Zukunft der Arbeit"
(insgesamt 5 Einzelfragen)
Fraktion
AfD
Ressort
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Datum
07.11.2019
Aktualisiert
26.07.2022
BT19/1430022.10.2019
Stand der Umsetzung der Umsetzungsstrategie der Bundesregierung "Digitalisierung gestalten" - Forschung und Entwicklung zur "Zukunft der Arbeit"
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dr. Michael Espendiller, Uwe Schulz, Joana Cotar und der
Fraktion der AfD
Stand der Umsetzung der Umsetzungsstrategie der Bundesregierung
„Digitalisierung gestalten“ – Forschung und Entwicklung zur
„Zukunft der Arbeit“
Im August 2014 veröffentlichte die Bundesregierung das Strategiepapier
„Digitale Agenda 2014 – 2017“ (www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Digita
le-Welt/digitale-agenda.pdf?__blob=publicationFile&v=3), das federführend
vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vom Bundesministerium
des Innern, für Bau und Heimat und vom Bundesministerium für Verkehr und
digitale Infrastruktur verantwortet wurde. Die Veröffentlichung einer
Digitalstrategie für Deutschland erfolgte damit vier Jahre später als die
Verabschiedung der „Digital Agenda for Europe“ der EU-Kommission im Jahr 2010
( h t t p s : / / e u r - l e x . e u r o p a . e u / L e x U r i S e r v / L e x U r i S e r v . d o ?
uri=COM:2010:0245:FIN:DE:PDF) und, nach Auffassung der Fragesteller,
mindestens zehn Jahre zu spät für eine richtungsweisende Digitalpolitik zum
Wohl unserer Gesellschaft, der öffentlichen Verwaltung und des
Wirtschaftsstandortes Deutschland.
In Fachmedien wurde an der Digitalen Agenda 2014 – 2017 kritisiert, sie sei
lediglich eine Bestandsaufnahme der Problemlagen und Möglichkeiten und
enthalte nur wenige konkrete Lösungsvorschläge (www.golem.de/news/digitale-
agenda-ein-papier-das-alle-enttaeuscht-1408-108715.html). Die Umsetzung der
Digitalen Agenda 2014 – 2017 nach dem ersten Jahr war „ernüchternd“
(www.zeit.de/digital/internet/2015-08/digitale-agenda-
bundesregierungbreitband-wlan). Die Gesamtbilanz wurde von öffentlich-rechtlichen Medien
als „durchwachsen“ bewertet (www.zdf.de/nachrichten/heute/braun-kuendigt-
neue-digitale-agenda-an-100.html).
Im Jahr 2009 hatte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bereits versprochen,
dass 75 Prozent der deutschen Haushalte bis 2014 Internetanschlüsse mit einer
Geschwindigkeit von 50 Mbit pro Sekunde bekommen – ein Versprechen von
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, das nicht gehalten wurde (www.sueddeut
sche.de/politik/netzpolitik-von-union-und-spd-stunde-der-nerds-1.1802641).
Im Jahr 2014 versprach Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in ihrer
Regierungserklärung nun sogar, dass alle deutschen Haushalte bis 2018
Internetanschlüsse mit einer Geschwindigkeit von 50 Mbit pro Sekunde bekommen – ein
weiteres Versprechen von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, das nicht
gehalten wurde (www.pcwelt.de/news/Bundesregierung-bricht-Versprechen-bei-
Breitbandausbau-10612139.html).
Deutscher Bundestag Drucksache 19/14300
19. Wahlperiode 22.10.2019
Im Juni 2013 hatte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel noch bekundet, das
Internet sei „für uns alle Neuland“ (www.tagesspiegel.de/politik/die-
kanzlerinund-das-internet-merkels-neuland-wird-zur-lachnummer-im-netz/
8375974.html).
Im Rahmen der im November 2018 verabschiedeten Digitalstrategie der
Bundesregierung wurde ein Maßnahmenpaket entwickelt und in einer
Umsetzungsstrategie zusammengefasst (www.bundesregierung.de/resource/blob/
975226/1552758/40d8b01b0dfdcf854e1d58afb85021a7/pdf-umsetzungsstrate
gie-digitalisierung-data.pdf?download=1). Darin werden einzelne Vorhaben
und die jeweils verantwortlichen Ressorts benannt, jedoch sind nur teilweise
konkrete Zeitpläne für Beginn und Zielerreichung angegeben. Die zur
Verfügung stehenden Ressourcen zur Zielerreichung werden ebenso wenig genannt
wie eine Priorisierung von Vorhaben.
Zu der Maßnahme Forschung und Entwicklung zur „Zukunft der Arbeit“
wurden in der Umsetzungsstrategie der Bundesregierung „Digitalisierung
gestalten“ ( w w w . b u n d e s r e g i e r u n g . d e / r e s o u r c e / b l o b /
975226/1552758/40d8b01b0dfdcf854e1d58afb85021a7/pdf-umsetzungsstrate
gie-digitalisierung-data.pdf?download=1) folgende Umsetzungsschritte
angekündigt (ebd. S. 67):
• Gründung von regionalen Kompetenzzentren der Arbeitsforschung, um
Arbeitsforschung, betriebliche Praxis und Hochschulausbildung enger zu
verzahnen und Anlaufstellen insbesondere für Beschäftigte sowie für
kleinere und mittlere Unternehmen zu schaffen,
• Erforschung der Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt
und Einrichtung von Kompetenzzentren hierzu,
• Entwicklung übertragbarer Werkzeuge und Geschäftsmodelle für eine
humane Gestaltung der Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen,
• Förderung innovativer Konzepte der Personalentwicklung und des
Kompetenzmanagements,
• Maßnahmen zum ganzheitlichen Gesundheitsschutz und zur Prävention
arbeitsbedingter physischer und psychischer Belastungen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wurden bereits regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung
gegründet?
2. Wurden bereits Kompetenzzentren zur Erforschung der Auswirkungen
künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt errichtet?
3. Wurden bereits übertragbare Werkzeuge und Geschäftsmodelle für eine
humane Gestaltung der Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen
entwickelt?
4. Erfolgte bereits eine Förderung innovativer Konzepte der
Personalentwicklung und des Kompetenzmanagements?
5. Wurden bereits Maßnahmen zum ganzheitlichen Gesundheitsschutz und zur
Prävention arbeitsbedingter physischer und psychischer Belastungen
ergriffen?
Berlin, den 25. September 2019
Dr. Alice Weidel, Dr. Alexander Gauland und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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