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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Einsatzpotential von Wasserstoff im Verkehrssektor

Fraktion

FDP

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Datum

06.05.2020

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/1793616.03.2020

Einsatzpotential von Wasserstoff im Verkehrssektor

der Abgeordneten Christian Jung, Frank Sitta, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Nicole Bauer, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Mario Brandenburg (Südpfalz), Sandra Bubendorfer-Licht, Dr. Marco Buschmann, Carl-Julius Cronenberg, Britta Katharina Dassler, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Thomas Hacker, Peter Heidt, Markus Herbrand, Torsten Herbst, Katja Hessel, Manuel Höferlin, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Gyde Jensen, Karsten Klein, Dr. Marcel Klinge, Daniela Kluckert, Pascal Kober, Carina Konrad, Ulrich Lechte, Michael Georg Link, Till Mansmann, Alexander Müller, Dr. Martin Neumann, Hagen Reinhold, Christian Sauter, Dr. Wieland Schinnenburg, Matthias Seestern-Pauly, Judith Skudelny, Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Benjamin Strasser, Michael Theurer, Stephan Thomae, Manfred Todtenhausen, Dr. Florian Toncar, Nicole Westig und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Angestoßen durch den Klimaschutz nehmen in den letzten Jahren batterieelektrische als auch brennstoffzellenbetriebene Antriebsformen an Bedeutung zu. Es überrascht daher nicht, dass Hersteller wie IVECO beide Modelle für Schwerlastwagen entwickeln (Pressemitteilung IVECO „CNH Industrial und Nikola Motor Company bauen Nikola TRE in Ulm“ vom 6. Februar 2020; abrufbar unter: https://www.iveco.com/germany/presse/veroeffentlichungen/pages/cnh-und-nikola-bauen-nikola-tre.aspx).

Hierbei ist es entscheidend, dass bestimmte Antriebsformen nicht einseitig bevorzugt werden, sondern ein technologieoffener Ansatz gewählt wird. Nur so kann nach Ansicht der Fragesteller das Klimaschutzpotential im Straßenverkehr ausgeschöpft und die Wertschöpfung am Wirtschaftsstandort Deutschland gefördert werden. Daher muss neben Elektromobilität auch Brennstoffantrieben Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Die Haltung der Bundesregierung hierzu sollte bereits Ende 2019 durch die Nationale Wasserstoffstrategie bekannt gegeben werden. Aktuell ist ein Kabinettstermin im März 2020 im Gespräch. Eine derartige Verzögerung bei einem zukunftsträchtigen Thema kostet wertvolle Zeit. Hinzu tritt, dass auf dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit divergierende Stellungnahmen veröffentlicht worden sind.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen8

1

Soll Wasserstoff übergangsweise aus fossilen Quellen gewonnen werden?

Wenn ja, bis wann?

Wenn nein, warum?

2

Wird eine breite Wasserstoffgesellschaft nach Kenntnis der Bundesregierung möglich, oder werden nur einzelne Sektoren von der Wasserstoffwirtschaft erfasst?

Wenn ja, wie lautet der aktuelle Stand?

Wenn nein, warum?

3

Werden wasserstoffbasierte Antriebsformen im Straßenverkehr (Pkw, Lkw) gefördert?

Wenn ja, wie lautet der aktuelle Stand?

Wenn nein, warum?

4

Wie wird sich die Tankinfrastruktur für Wasserstoff in Deutschland nach Einschätzung der Bundesregierung bis 2025 entwickeln?

5

Wie hoch wird der Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor bis 2030 sein? Strebt die Bundesregierung an, das Ziel von 14 Prozent der Richtlinie (EU) 2018/2001 zu übertreffen?

Wenn ja, um wie viel Prozent?

Wenn nein, warum?

6

Welche Forschungsprojekte zu brennstoffzellenbasierten Antriebsformen strebt die Bundesregierung bis 2025 an?

7

Strebt die Bundesregierung an, die Produktion von nichtfossilem Wasserstoff durch Steuererleichterungen oder Umlagen zu subventionieren?

8

Welche Energiepartnerschaften strebt die Bundesregierung mit sonnenreichen und windreichen Ländern an, um die Wasserstoffwirtschaft zu fördern?

Berlin, den 11. März 2020

Christian Lindner und Fraktion

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