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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Sicherung des Luftfahrtstandorts Hamburg

(insgesamt 10 Einzelfragen)

Fraktion

FDP

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Datum

20.08.2020

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/2147504.08.2020

Sicherung des Luftfahrtstandorts Hamburg

der Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg, Michael Theurer, Reinhard Houben, Dr. Marcel Klinge, Prof. Dr. Martin Neumann, Manfred Todtenhausen, Gerald Ullrich, Sandra Weeser, Jens Beeck, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Markus Herbrand, Torsten Herbst, Manuel Höferlin, Ulla Ihnen, Dr. Christian Jung, Alexander Müller, Frank Sitta, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Mit Airbus am Standort Finkenwerder und der Lufthansa Technik stehen in Hamburg zwei große Luftfahrtunternehmen vor einem erheblichen Stellenabbau. Airbus hat angekündigt, dass im Raum Hamburg 2 325 Stellen abgebaut werden sollen (https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Mit-leeren-Stuehlen-gegen-den-Stellenabbau-bei-Airbus,airbus1662.html). Die Lufthansa Technik hat bereits im April für 8 000 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt, viele der Jobs sind gefährdet, auch wenn betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen (https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Lufthansa-Technik-Viele-Jobs-in-Gefahr,lufthansatechnik130.html).

Neben den beiden großen Unternehmen Airbus und Lufthansa Technik sind auch viele Zulieferbetriebe und Dienstleister betroffen, auch hier drohen Insolvenzen und Personalabbau (https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/So-leiden-die-Zulieferer-unter-der-Airbus-Krise,hamj97434.html).

Nach Auffassung der Fragesteller besteht die Gefahr, dass am Luftfahrtstandort Hamburg mit den Arbeitsplätzen auch viel Knowhow verloren gehen und die Konkurrenzfähigkeit leiden wird.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen10

1

Wie viele Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie im Großraum Hamburg haben jeweils monatlich im Jahr 2020 für welche Anzahl an Mitarbeitern Kurzarbeit beantragt, für wie viele Unternehmen und Mitarbeiter wurde sie genehmigt?

2

Wie viele Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie im Großraum Hamburg haben nach Kenntnis der Bunderegierung einen Stellenabbau in welcher Höhe angekündigt bzw. bereits vorgenommen?

3

Wie viele Personen waren zum 31. Dezember 2019 im Großraum Hamburg in der Luftfahrtindustrie beschäftigt, und mit welchem Stellenabbau aufgrund der COVID-19-Pandemie rechnet die Bundesregierung?

4

Wie stark ist der Umsatzrückgang der Luftfahrtindustrie im Großraum Hamburg im Jahr 2020 im Vergleich gegenüber den Vorjahren nach Kenntnis der Bundesregierung?

5

Wie viele Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie im Großraum Hamburg haben im Jahr 2020 monatlich Insolvenz angemeldet?

a) Mit welcher weiteren Anzahl an Insolvenzen rechnet die Bundesregierung?

b) Welche Anzahl an Arbeitsplätzen ist betroffen, welche Anzahl könnte insgesamt gefährdet sein?

6

Was unternimmt die Bundesregierung, um die betroffenen Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie im Großraum Hamburg zu unterstützen?

a) Wie viele Unternehmen haben in welcher Höhe Hilfen aus welchen Hilfsprogrammen des Bundes beantragt und bewilligt bekommen?

b) Plant die Bundesregierung, durch gezielte Investitionsprojekte oder Forschungsprojekte Arbeitsplätze am Luftfahrtstandort Hamburg zu erhalten, und wenn ja, mit welchen Maßnahmen, und wann?

7

Was unternimmt die Bundesregierung, um das Knowhow und die Konkurrenzfähigkeit am Luftfahrtstandort Hamburg zu erhalten?

8

Welche Rolle kann eine weitere Verlängerung der Kurzarbeit zum Erhalt von Knowhow aus Sicht der Bundesregierung spielen?

9

Wann rechnet die Bundesregierung damit, dass sich die Auftragslage am Luftfahrtstandort Hamburg wieder verbessern wird?

10

Inwieweit erfolgt die Umstrukturierung bei Airbus aus Sicht der Bundesregierung so, dass der Deutschland und insbesondere der Großraum Hamburg nicht benachteiligt wird?

Berlin, den 29. Juli 2020

Christian Lindner und Fraktion

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