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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Feinwerkmechanik: Entwicklung der Zuliefererbetriebe vor und nach der Corona- Pandemie

(insgesamt 6 Einzelfragen)

Fraktion

FDP

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Datum

13.04.2021

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/2816231.03.2021

Feinwerkmechanik: Entwicklung der Zuliefererbetriebe vor und nach der Corona-Pandemie

der Abgeordneten Manfred Todtenhausen, Michael Theurer, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Nicole Bauer, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Dr. Marco Buschmann, Carl-Julius Cronenberg, Britta Katharina Dassler, Dr. Marcus Faber, Daniel Föst, Otto Fricke, Thomas Hacker, Reginald Hanke, Peter Heidt, Markus Herbrand, Torsten Herbst, Katja Hessel, Dr. Gero Clemens Hocker, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Pascal Kober, Konstantin Kuhle, Ulrich Lechte, Dr. Martin Neumann, Frank Sitta, Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Benjamin Strasser, Stephan Thomae, Gerald Ullrich, Nicole Westig und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Das Metallhandwerk teilt sich in zwei Bereiche auf: Während auf der einen Seite der Metallbau als Teil des Bau- und Ausbauhandwerks von der positiven Lage am Wohnungsbau noch immer profitiert, haben sich die konjunkturelle Lage und die Aussichten für die Feinwerkmechanik merklich abgekühlt. Die Feinwerkmechanik, zu der die Bereiche Maschinenbau, Feinmechanik, Werkzeugbau und Zerspanungstechnik gehören, sind als Zuliefererbetriebe vor allem von der Konjunktur der Industrie und hier insbesondere der exportabhängigen Automobilindustrie abhängig. Diese war schon vor Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 rückläufig: Handelsrisiken und wegbrechende Auftragseingänge bei Automobilzulieferern bereiteten den international tätigen Betrieben die größten Sorgen. Stichworte waren drohende Handelskriege, aber auch die Automobilkrise im Allgemeinen und der Brexit im Besonderen (vgl. https://www.mt-metallhandwerk.de/feinwerkmechanik-konjunktur-vor-grossen-herausforderungen/150/79970/).

Seit Beginn des Jahres 2020 schlägt hier nun zusätzlich die pandemische Lage durch: Während vor einem Jahr Lieferketten abrissen und notwendige Teile aus China nicht mehr bei den heimischen Mittelständlern der Feinwerkmechanik ankamen, konnten produzierte Teile nicht mehr verschickt werden. Gleichzeitig wurden hierzulande Investitionen durch die allgemeine Verunsicherung verschoben und wichtige Leitmessen abgesagt, die für das Gewerbe existenziell wichtig sind, um Kontakte zu pflegen und zu knüpfen sowie Aufträge zu generieren (vgl. https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/so-wirkt-sich-das-coronavirus-auf-das-handwerk-aus/150/3094/399831).

Die investitionsintensiven Betriebe der Feinwerkmechanik stehen dementsprechend vor großen Herausforderungen. Weil die zuliefernden Betriebe der Feinwerkmechanik in der deutschen Wirtschaft eine Schlüsselposition einnehmen und die hier produzierten Teile und Güter oftmals die Grundlage für die weitere Verarbeitung in der Exportindustrie bilden, sind sie mit ihrem Know-how und ihrer Stellung in der Kooperation und Fertigungstiefe für ein verlässliches Funktionieren des gesamten Wirtschaftsgefüges nach Ansicht der Fragesteller so gut wie „systemrelevant“.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Welchen Anteil machen Fachbetriebe der Feinwerkmechanik nach Kenntnis der Bundesregierung nach Anzahl, Umsatz und Beschäftigung im Metallhandwerk aus (bitte nach Fachbereichen aufschlüsseln)?

2

Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die konjunkturelle Lage der Metallbaubetriebe im Fachbereich Feinwerkmechanik in den vergangenen fünf Jahren (bitte nach Umsatzentwicklung nach Jahren und nach Absatzmärkten aufschlüsseln)?

3

Wie ist die Entwicklung der Betriebszahlen, der Beschäftigtenzahlen und der Zahl der Auszubildenden in den vergangenen fünf Jahren nach Kenntnis der Bundesregierung verlaufen?

4

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in den letzten zwölf Monaten in Kurzarbeit befunden haben bzw. befinden (bitte nach Monaten aufschlüsseln)?

5

Wie viele Betriebe aus der Feinwerkmechanik haben seit Beginn der Pandemie im Frühjahr Corona-Hilfen beantragt und erhalten (bitte nach Monaten und Bundesländern aufschlüsseln)?

6

Wie haben sich die Investitionen in Personal, Ersatzausstattung und Innovationen (z. B. Digitalisierung) in den vergangenen fünf Jahren in den Bereichen der Feinwerkmechanik nach Kenntnis der Bundesregierung entwickelt (bitte nach Bereichen aufschlüsseln)?

Berlin, den 24. März 2021

Christian Lindner und Fraktion

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