Bergung, Identifizierung und Überführung deutscher Kriegstoter seit 1945
der Abgeordneten Birgit Bessin, Jan Wenzel Schmidt, Heinrich Koch, Torben Braga, Hannes Gnauck, Udo Theodor Hemmelgarn und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Anlässlich des Endes des Zweiten Weltkriegs und der Veranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Landesverband Brandenburg, bei welcher 107 deutsche Kriegstote in Halbe beigesetzt wurden (brandenburg.volksbund.de/aktuell/nachrichten/detailseite/107-kriegstote-in-halbe-beigesetzt-einstarkes-zeichen-fuer-frieden-und-verantwortung), wollen die Fragesteller die folgenden Sachverhalte in Erfahrung bringen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Wie viele deutsche Kriegstote (differenziert nach Soldaten und Zivilisten) wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 1945 jährlich in welchen Ländern geborgen und dort bestattet?
Wie viele deutsche Kriegstote (differenziert nach Soldaten und Zivilisten) wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 1945 jährlich aus welchen Ländern nach Deutschland überführt?
In welche Kriegsgräberstätten erfolgten diese Überführungen hauptsächlich?
Nach welchen Kriterien werden Überführungen entschieden?
In welchen Ländern finden aktuell regelmäßige Such- und Bergungsarbeiten statt, und welche Methoden (z. B. Luftbildauswertung, Bodenradar) kommen dabei zum Einsatz?
Wie viele der seit 1945 geborgenen Kriegstoten konnten identifiziert werden, und wie hat sich die Identifizierungsquote in den letzten zehn Jahren entwickelt?
Werden zur Identifizierung auch DNA-Analysen verwendet?
Welche Identifizierungsmethoden zeigen die höchste Erfolgsquote?
Wie wird der Abgleich mit möglichen Angehörigen organisiert?
Gibt es besondere Projekte zur Aufklärung des Schicksals ziviler Opfer in ehemaligen Vertreibungsgebieten?