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Kleine AnfrageWahlperiode 21Noch nicht beantwortet

Bundeswehrübung "Red Storm Charlie"

Fraktion

DIE LINKE

Datum

05.05.2026

Aktualisiert

07.05.2026

Deutscher BundestagDrucksache 21/574205.05.2026

Bundeswehrübung „Red Storm Charlie“

der Abgeordneten Cansu Özdemir, Desiree Becker, Gökay Akbulut, Janina Böttger, Maik Brückner, Mirze Edis, Katrin Fey, Vinzenz Glaser, Ates Gürpinar, Jan Köstering, Stella Merendino, Charlotte Antonia Neuhäuser, Lea Reisner, Zada Salihović, Ulrich Thoden, Donata Vogtschmidt, Christin Willnat und der Fraktion Die Linke

Vorbemerkung

Für Ende September 2026 plant die Bundeswehr die groß angelegte Übung „Red Storm Charlie“ in Hamburg. Bei dieser Übung soll im Hamburger Hafen und in Teilen der Innenstadt die Verlegung von NATO-Truppen und Material Richtung Osteuropa simuliert werden. Laut Presseberichten basiert das Szenario auf den Vorbereitungen auf einen möglichen NATO-Bündnisfall im Zusammenhang mit einem russischen Angriff; Hamburg übernähme dabei die Rolle eines zentralen Drehkreuzes für Truppenbewegungen an die so genannte „Ostflanke“ des Bündnisses. Ziel der Übung sei es, die Zusammenarbeit und Abläufe zwischen Bundeswehr, zivilen Einsatzkräften und Behörden im Kriegsfall zu testen sowie auf Herausforderungen wie Truppentransporte durch das Stadtgebiet, medizinische Notfallversorgung und den Einsatz von Hubschraubern vorzubereiten.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen9

1

An welchen Orten in Hamburg wird die für September geplante Bundeswehrübung „Red Storm Charlie“ stattfinden (bitte straßengenau auflisten, zu welchen Zeiten welche Übungselemente an welchen Orten stattfinden werden)?

2

Wieviel und welches Gerät und Personal der Bundeswehr wird dabei eingesetzt (bitte detailliert auflisten)?

3

In welcher Weise, mit wie viel Personal und welchem Gerät sind ggf. NATO-Partnernationen beteiligt (bitte auflisten)?

4

Welche Unterstützungsleistungen hat die Bundeswehr ggf. beim Hamburger Senat beantragt (bitte einzeln auflisten und benennen, ob, und wenn ja, in welcher Höhe hierfür Kostenerstattungen durch die Bundeswehr geleistet werden)?

5

Welche Organisationen sind an der Durchführung der Übung beteiligt (bitte auflisten unter Nennung der Organisation, mit wieviel Personal und welchen Geräten die Organisation sich beteiligt, welche Kostenerstattung ggf. durch die Bundeswehr stattfindet sowie an welchen Übungsteilen die Organisation auf welche Weise eingebunden ist)?

6

Welche Kosten entstehen durch die Übung insgesamt und wie werden diese auf die beteiligten Akteure verteilt?

7

Welches konkrete Szenario liegt der Übung zugrunde und welche Rolle spielt in dem Szenario der Umgang mit zivilen Protesten?

8

Beteiligt sich die Agentur für Arbeit an der Übung?

Wenn ja, an welchen Übungsteilen, was sind ihre Aufgaben und welche Rolle spielt ggf. die Durchsetzung des „Gesetzes zur Sicherstellung von Arbeitsleistungen für Zwecke der Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung“?

9

Beteiligen sich weitere zivile Akteure (z. B. THW, Feuerwehren, Rettungskräfte, etc.) an der Übung?

Wenn ja, an welchen Übungsteilen, und was sind ihre Aufgaben?

Berlin, den 22. April 2026

Heidi Reichinnek, Sören Pellmann und Fraktion

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