Fortsetzung der Beteiligung am EU-Projekt „EDEN-Award“
der Abgeordneten Hans-Joachim Hacker, Elvira Drobinski-Weiß, Petra Ernstberger, Iris Gleicke, Bettina Hagedorn, Hubertus Heil (Peine), Gabriele Hiller-Ohm, Thomas Oppermann, Heinz Paula, Fritz Rudolf Körper, Andrea Nahles, Dr. Frank-Walter Steinmeier und der Fraktion der SPD
Vorbemerkung
Mit dem Projekt „EDEN“ (European Destinations of Excellence) fördert die Europäische Union nachhaltigen Tourismus. Die Projekte stammen aus herausragenden Tourismuszielen der unterschiedlichsten Tourismusbereiche. Ziel ist dabei, die touristischen und anderen wirtschaftlichen Potentiale für die jeweilige nationale Tourismuswirtschaft, also auch für die deutsche, nutzbar zu machen.
Mit dem Deutschen Tourismusverband e. V. hat im letzten Jahr ein kompetenter Partner im Auftrag der Bundesregierung diesen Wettbewerb begleitet. Damit wurde auch gesichert, dass bei der Projektauswahl der Grundgedanke umgesetzt wurde, Tourismus und Nachhaltigkeit stärker miteinander zu verzahnen, damit einmalige touristische Kulturlandschaften erhalten und weiterhin attraktiv bleiben.
Für das Jahr 2011 hat das fachlich zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie entschieden, an diesem EU-Wettbewerb nicht teilzunehmen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Wie bewertet die Bundesregierung den qualitativen Ansatz des EU-Projektes „EDEN-Award“?
Ist es aus Sicht der Bundesregierung wichtig, derartige Tourismusprojekte weiterhin zu fördern, um eine Qualitätsentwicklung bei Tourismusprojekten auf EU-Ebene voranzubringen?
Sieht die Bundesregierung das Ziel dieses EU-Wettbewerbs erfüllt, Nachhaltigkeit im Tourismus zu fördern und damit den Erhalt von Tourismusregionen mit Alleinstellungsmerkmalen zu sichern?
Welche Schlussfolgerungen hat die Bundesregierung aus der bisherigen deutschen Teilnahme am EDEN-Wettbewerb gezogen, und wie finden diese Niederschlag in ihrer nationalen Tourismuspolitik?
Inwieweit hat die Bundesregierung Einfluss genommen, um die ausgezeichneten deutschen Projekte in der Tourismusbranche überregional und im EU-Bereich zu präsentieren, um damit einen Erfahrungstransfer zu ermöglichen?
Ist die Bundesregierung bereit dafür Sorge zu tragen, dass sich 2012 wieder deutsche Bewerber am EDEN-Wettbewerb der Europäischen Union beteiligen können?
Folgt die Bundesregierung dem Beispiel anderer Regierungen von EU-Staaten, einen EDEN-Projektmanager zur Koordinierung der Wettbewerbsteilnahme zu benennen, um nachhaltige Wirkungen für die Tourismusbranche aus dem EDEN-Award-Wettbewerb in den kommenden Jahren zu sichern?