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Kleine AnfrageWahlperiode 18Beantwortet

Strategien und Programme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei der Bekämpfung von Mangelernährung

Entwicklungspolitische Maßnahmen zur Bekämpfung von Mangelernährung, Förderung von Programmen, Organisationen oder Unternehmen, Auswahlkriterien und Regelungen für Privatfirmen, Projektausgaben, Monitoring und Evaluierung, Inhalte der Aufklärungs- und Bildungsaktivitäten, Nahrungsmittelanreicherung, Unterstützung von Aktivitäten der Scaling-Up-Nutrition-Initiative (SUN) in diversen Ländern, Kooperationspartner<br /> (insgesamt 9 Einzelfragen)

Fraktion

DIE LINKE

Ressort

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Datum

18.01.2016

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 18/700107.12.2015

Strategien und Programme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei der Bekämpfung von Mangelernährung

der Abgeordneten Niema Movassat, Wolfgang Gehrcke, Jan van Aken, Christine Buchholz, Eva Bulling-Schröter, Annette Groth, Heike Hänsel, Inge Höger, Andrej Hunko, Birgit Menz, Dr. Kirsten Tackmann, Kathrin Vogler und der Fraktion DIE LINKE.

Vorbemerkung

Weltweit leiden aktuell an die 800 Millionen Menschen an akutem Hunger. Mehr als zwei Milliarden Menschen sind zudem von Mangelernährung, dem sogenannten versteckten Hunger, betroffen. Sie haben keinen Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung, die eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gewährleistet. Dies macht Menschen anfälliger für Krankheiten, kann zu bleibenden körperlichen Schäden und bei Kindern zu bleibenden Entwicklungsstörungen führen.

Mangelernährung und deren Bekämpfung sind in den letzten Jahren zusehends in den Fokus der Entwicklungszusammenarbeit gerückt. Die Fragesteller wollen sich mit der Kleinen Anfrage einen Überblick über die Tätigkeiten der Bundesregierung in diesem Bereich verschaffen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen9

1

Welche konkreten Projekte fördert die Bundesregierung seit 2009 im Bereich Bekämpfung von Mangelernährung (bitte mit einer Auflistung der Projektländer, der Projektlaufzeit, der Projektträger und Partner sowie einer Kategorisierung „nutrition-specific“ oder „nutrition-sensitive“ und einer kurzen Beschreibung von Inhalt und Zielen der Projekte)?

2

Wie hoch ist dabei der finanzielle Anteil, der jeweils für Aufklärung und Bildung, für Nahrungsmittelanreicherung, für Förderung eines diversifizierten Nahrungsmittelanbaus, für Gesundheitsversorgung, für Maßnahmen im Bereich WASH (Water, Sanitation, Hygiene) sowie für etwaige weitere Maßnahmen ausgegeben wird (bitte Angaben für gesamte Projektausgaben sowie für einzelne Projekte, wenn diese mehr als eine Maßnahme umfassen)?

3

Welche konkreten Inhalte werden bei den Aufklärungs- und Bildungsmaßnahmen vermittelt, und inwiefern spielt dabei auch der Bereich Nahrungsmittelanreicherung eine Rolle?

4

Wie finden Monitoring und Evaluierung der durchgeführten Maßnahmen statt?

5

Welche weiteren Programme, Organisationen oder Unternehmen, die sich mit dem Kampf um Mangelernährung beschäftigen – wie zum Beispiel die Scaling-Up-Nutrition-Initiative (SUN) – fördert die Bundesregierung seit 2009 und mit welchem Finanzvolumen?

6

In welchen Ländern und wobei unterstützt die Bundesregierung SUN-Aktivitäten, und mit welchen zivilgesellschaftlichen Organisationen, Geldgebern und Unternehmen arbeitet sie jeweils zusammen?

7

Nach welchen Kriterien werden die privaten Unternehmen, die in die Projekte und Programme des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung oder des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Bekämpfung von Mangelernährung involviert sind, ausgewählt?

8

Gibt es Regelungen und Kodexes, an die sich die privaten Unternehmen im Rahmen der Projekte halten müssen?

Wenn ja, welche sind das?

9

Welche Summen investieren die beteiligten Unternehmen in die angeführten Projekte, und liegen der Bundesregierung Informationen darüber vor, welche Einnahmen sie dadurch unmittelbar und mittelbar erzielen?

Berlin, den 4. Dezember 2015

Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion

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