Drogenproblematik unter Aussiedlern aus den GUS-Staaten
der Abgeordneten Hubert Hüppe, Eva-Maria Kors, Wolfgang Lohmann (Lüdenscheid), Dr. Wolf Bauer, Dr. Sabine Bergmann-Pohl, Dr. Hans Georg Faust, Ulf Fink, Dr. Harald Kahl, Hans-Peter Repnik, Annette Widmann-Mauz, Aribert Wolf, Wolfgang Zöller und der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Fachleute und Verbände der Suchtkrankenhilfe weisen auf die Problematik des Drogenkonsums unter Aussiedlern hin. Berichten zufolge steigt seit einiger Zeit die Zahl der Abhängigen unter den Aussiedlern. Dies ist mit größter Besorgnis zu beobachten und wirft Fragen, insbesondere zu spezifischen Hilfsangeboten, auf.
Deshalb fragen wir die Bundesregierung:
Fragen8
Wie viele Drogenkonsumenten gibt es in der Bundesrepublik Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung unter den Aussiedlern aus den GUS-Staaten?
Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über Alter, gesundheitlichen Zustand und soziale Integration drogenabhängiger Aussiedler?
Welche Informationen hat die Bundesregierung über die Art der Drogen und die Intensität des Drogenkonsums bei Aussiedlern?
Welche Projekte und Hilfsangebote gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung für drogenabhängige Aussiedler in der Bundesrepublik Deutschland?
Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung hinsichtlich der Annahme von Therapieangeboten und stationären Behandlungsangeboten durch drogenabhängige Aussiedler vor?
Welche Hilfsangebote und Projekte, die speziell auf die Bedürfnisse drogenabhängiger Aussiedler aus den GUS-Staaten abgestimmt sind, fördert die Bundesregierung, und mit welchen Finanzmitteln und in welcher Höhe wird diese Förderung durchgeführt?
Wie berücksichtigt die Bundesregierung Sprachkenntnisse und Sozialstrukturen der Aussiedler aus den GUS-Staaten bei der Förderung von Projekten der Drogenprävention?
Hält die Bundesregierung die bestehenden Hilfsangebote für ausreichend und wenn nein, wie gedenkt die Bundesregierung für eine Verbesserung des Hilfsangebotes zu sorgen?