Gesellschaft für Sport und Technik
der Abgeordneten Angela Marquardt und der Fraktion der PDS
Vorbemerkung
Eine Broschüre über die rechtsextreme, vom Bundesministerium des Innern im November 1994 verbotene sächsische Wiking-Jugend hat Hinweise ergeben, dass Strukturen der ehemaligen Gesellschaft für Sport und Technik (GST) der DDR nach der Wende in rechtsextreme Kreise übergingen und es auch personelle Verflechtungen gab und gibt.
Daher fragen wir die Bundesregierung:
Fragen6
Wie viele Objekte hatte die GST zur Zeit der Wiedervereinigung in der Bundesrepublik Deutschland (bitte aufgeschlüsselt nach Gemeinden und Objekten)?
In wessen Eigentum befinden sich diese Objekte seitdem?
Wie wurden bzw. werden diese Objekte seit der Auflösung der GST genutzt (bitte aufgeschlüsselt nach Gemeinden und Objekten)?
Was ist mit den beweglichen (Ausrüstungs-)Gegenständen – z. B. Waffen, Uniformen, Kraftfahrzeuge, Sonstiges – nach der Auflösung der GST geschehen bzw. wie wurden sie weiter genutzt (bitte aufschlüsseln)?
Ist der Bundesregierung bekannt, ob es „Nachfolgevereine“ der GST gab und ob diese in der Bundesrepublik Deutschland noch bestehen (bitte aufgeschlüsselt nach Gemeinden und Vereinen)?
Ist der Bundesregierung bekannt, ob ehemalige Mitarbeiter/Mitglieder der GST bei heute verbotenen Organisationen, Gruppen, Vereinen oder Parteien Mitglied waren?