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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Beschäftigungsperspektiven des Personals an Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland (G-SIG: 13011209)

Entwicklung der Abschlußprüfungen an Universitäten und Hochschulen seit 1985, Habilitationen, Besoldungs- bzw. Vergütungsgruppen des Hochschulpersonals, Frauenanteil, ausscheidendes Personal bis 2015, Zahl der Studenten pro Lehrkraft

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie

Datum

31.01.1996

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/347008. 01.96

Beschäftigungsperspektiven des Personals an Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland

der Abgeordneten Elisabeth Altmann (Pommelsbrunn) und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ergeben sich, unterschieden je nach Ausbildungsprofil, nur sehr eingeengte Beschäftigungsmöglichkeiten. Dies gilt insbesondere auch für die Hochschulen, die als ein wesentlicher Arbeitsmarkt angesehen werden können. Existenzsichernde Stellen finden sich hier u. a. im akademischen Mittelbau und bei den Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern.

Stellenbesetzungen verwehren jedoch i. d. R. langfristig interessierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern Zugangschancen zu Hochschulstellen, die über befristete Qualifikationsstellen hinausgehen. Hinzu kommt, daß eine Ausweitung oder Einengung des Stellenpools im wesentlichen von der Finanzkraft des Staates abhängig ist.

In den alten Bundesländern ist eine Ausweitung des wissenschaftlichen Personals an den Hochschulen mit Öffnung der Hochschulen in den sechziger und siebziger Jahren erfolgt. Für die darauffolgenden akademischen „Generationen" ergeben sich hieraus über lange Zeit verengte Zugangschancen in abgesicherte wissenschaftliche Berufstätigkeiten. Kurzfristig ergab sich für die in den alten Bundesländern ausgebildeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Anfang der 90er Jahre mit der Umstrukturierung des Wissenschaftssystems der neuen Bundesländer ein gewisser entlastender Effekt, der jedoch längerfristig wiederum zu verengten Zugangsmöglichkeiten führt.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen7

1

Wie hat sich die Zahl der bestandenen Abschlußprüfungen an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen bzw. Fachhochschulen - differenziert nach Geschlecht, Ausbildungsfachrichtungen und Form der Abschlußprüfung - seit 1985 entwickelt?

2

Wie hat sich die Zahl der Habilitationen in den einzelnen Fachrichtungen/Studienbereichen an den Universitäten und gleichgestellten Hochschulen bzw. Fachhochschulen - differenziert nach Geschlecht - seit 1985 entwickelt?

3

Wie viele haupt- und nebenamtliche Personalkräfte waren jeweils in den Jahren seit 1985 als Professorinnen und Professoren, wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrkräfte für besondere Aufgaben sowie verwaltungstechnisches Personal an den Universitäten und gleichgestellten Hochschulen bzw. Fachhochschulen beschäftigt?

4

Wie läßt sich wissenschaftliches und künstlerisches Personal an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen bzw. Fachhochschulen differenziert nach Geschlecht, Fachrichtung und den Besoldungs- bzw. Vergütungsgruppen aktuell aufgliedern (Professorinnen und Professoren unterschieden nach C2 bis C4 bzw. H2 bis H5, wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter unterschieden nach C1/C2, H1/H2, A10 bis A16, BAT I und II)?

5

Wie viele der in den Besoldungs- und Vergütungsgruppen der in Frage 4 genannten Personen - unterschieden nach Geschlecht - sind unter 30, 30 bis 39, 40 bis 49 bzw. über 49 Jahre alt?

6

Wie viele der in den Besoldungs- und Vergütungsgruppen der in Frage 4 genannten Personen welcher Ausbildungsfachrichtung scheiden in den Jahren 1996 bis 2015 voraussichtlich in welchem Jahr aus?

7

Wie hat sich die Relation Student/Studentin je hauptberufliche wissenschaftliche und künstlerische Personalstelle in den einzelnen Bundesländern seit 1985 entwickelt?

Bonn, den 8. Januar 1996

Elisabeth Altmann (Pommelsbrunn) Joseph Fischer (Frankfurt), Kerstin Müller (Köln) und Fraktion

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