Frauenförderung in Bildung und Wissenschaft
der Abgeordneten Elisabeth Altmann (Pommelsbrunn), Simone Probst und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Ungeachtet der formalen Gleichberechtigung von Frau und Mann in Artikel 3 des Grundgesetzes werden Frauen weiterhin diskriminiert. Auch wenn Frauen rechtlich gesehen hinsichtlich der Ausbildung und des Berufseinstiegs die gleichen Möglichkeiten wie Männer haben, ist feststellbar, daß der Aufstieg im Beruf, also die Karriere, nach wie vor fast ausschließlich Männern vorbehalten bleibt. Dies gilt auch im Bildungs- und Wissenschaftssystem, wo mit ansteigender Hierarchieebene der Frauenanteil deutlich abnimmt.
Wir fragen die Bundesregierung:
I. Schule
1. Welchen Mädchen- bzw. Frauenanteil weisen die unterschiedlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen - jeweils unterschieden nach alten und neuen Bundesländern - in den Schuljahrgängen seit 1990 aus?
2. Wie viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger erwarben - jeweils unterschieden nach alten und neuen Bundesländern - in den einzelnen Schuljahrgängen seit 1990 eine Hochschul- oder Fachhochschulreife?
3. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, ob sich die Studienabsicht von Abiturientinnen und Abiturienten seit Anfang der 70er Jahre verändert hat? Wenn ja, gibt es hierbei geschlechtsspezifisch signifikante Unterschiede, und wie erklärt sich die Bundesregierung diese? Wenn nein, warum bemüht sich die Bundesregierung nicht um entsprechende Daten?
IL Hochschule
4. Wie hat sich der Frauenanteil bezogen auf die Gesamtzahl derjenigen, die ein Hochschulstudium aufnehmen, seit dem Öffnungsbeschluß von 1977, mit dem die Bildungspolitiker von Bund und Ländern übereingekommen sind, allen Studienberechtigten die Hochschulzulassung auch bei eingefrorenen Bildungsfinanzen zu garantieren, entwickelt (bitte aufschlüsseln nach Hochschularten, einzelnen Fächern und seit 1990 auch für die neuen Bundesländer)?
5. Wie hat sich der Frauenanteil an der Gesamtzahl der Studentinnen und Studenten seit dem Öffnungsbeschluß von 1977 entwickelt (bitte aufschlüsseln nach Hochschularten, einzelnen Fächern und seit 1990 auch für die neuen Bundesländer)?
6. Wie hat sich der Frauenanteil an der Gesamtzahl der Hochschulabsolventinnen und -absolventen seit dem Öffnungsbeschluß von 1977 entwickelt (bitte aufschlüsseln nach Hochschularten, einzelnen Fächern und seit 1990 auch für die neuen Bundesländer)?
7. Wie hat sich der Frauenanteil an den Promotionen seit dem Öffnungsbeschluß von 1977 entwickelt. (bitte aufschlüsseln nach einzelnen Fächern und seit 1990 auch unterschieden nach Bundesländern)?
8. Wie hat sich der Frauenanteil an den Habilitationen seit dem Öffnungsbeschluß von 1977 entwickelt (bitte aufschlüsseln nach einzelnen Fächern und seit 1990 auch unterschieden nach Bundesländern)?
9. Wie hoch ist z. Z. der Frauenanteil bei der Gruppe der Studienrätinnen und Studienräte verschiedener Besoldungsgruppen, Lehrerinnen und Lehrer sowie Lektorinnen und Lektoren, der an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland hauptberuflich beschäftigt ist?
10. In welchen Fachrichtungen liegt der Frauenanteil beim in Frage 9 bezeichneten hauptberuflich tätigen Personal über und in welchen unter dem Durchschnitt?
11. Wie hoch ist z. Z. der Frauenanteil bei der Gruppe der Hochschulassistentinnen und Hochschulassistenten, Dozentinnen und Dozenten, Assistentinnen und Assistenten, Rätinnen und Räten sowie Oberrätinnen und Oberräten, der an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland hauptberuflich beschäftigt ist?
12. In welchen Fachrichtungen liegt der Frauenanteil beim in Frage 11 bezeichneten hauptberuflich tätigen Personal über und in welchen unter dem Durchschnitt?
13. Wie hoch ist z. Z. der Frauenanteil bei der Gruppe der Professorinnen und Professoren, aufgeschlüsselt nach C-Stufen, der an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland hauptberuflich beschäftigt ist?
14. In welchen Fachrichtungen liegt der Frauenanteil beim in Frage 13 bezeichneten hauptberuflich tätigen Personal über und in welchen unter dem Durchschnitt?
15. Gibt es bei den in den Fragen 9, 11 und 13 bezeichneten Personengruppen Unterschiede beim Frauenanteil an den Hochschulen zwischen den alten und neuen Bundesländern?
16. Gibt es signifikante geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen befristeten und unbef risteten Stellen beim hauptberuflich tätigen, wissenschaftlichen und künstlerischen Personal an den Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland?
17. Gibt es bei den in den Fragen 9, 11 und 13 bezeichneten Personengruppen Unterschiede beim Frauenanteil in den einzelnen Fachrichtungen?
18. Um wieviel DM liegt das durchschnittliche Monatsnettoeinkommen von Universitätsabsolventinnen und von Fachhochschulabsolventinnen (jeweils Vollzeitarbeitskräfte) unter demjenigen ihrer männlichen Kollegen?
III. Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen
19. Wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (absolut und prozentual) sind insgesamt und unterschieden nach Geschlecht in den von Bund allein- oder mitfinanzierten Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und aufgeteilt auf die einzelnen Einrichtungen und nach Fachrichtungen beschäftigt?
20. Wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind, aufgegliedert nach Lohn- und Gehaltsgruppen in den verschiedenen Facheinrichtungen (absolut und prozentual) insgesamt und aufgeteilt auf die einzelnen in Frage 19 genannten Einrichtungen beschäftigt?
21. Wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind in den vergangenen fünf Jahren in den in Frage 19 genannten Einrichtungen insgesamt (absolut und prozentual) und aufgeteilt auf die einzelnen Einrichtungen neu eingestellt worden (bitte unterscheiden nach befristeten und unbefristeten Einstellungen)?
22. Wie hoch ist die Anzahl der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den in Frage 19 genannten Einrichtungen insgesamt (absolut und prozentual) und aufgeteilt auf die einzelnen Einrichtungen (bitte unterscheiden nach befristeten und unbefristeten Einstellungen)?
23. Wie hoch ist der jeweilige Anteil von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, der insgesamt (absolut und prozentual) und aufgeteilt auf die einzelnen in Frage 19 genannten Einrichtungen teilzeitbeschäftigt ist, und wie hat sich dieser Anteil in den letzten fünf Jahren entwickelt?
24. a) In welchen der in Frage 19 genannten Einrichtungen ist eine der Empfehlung der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) von 1989 zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft entsprechende Generalklausel inzwischen in die jeweilige Rechtsgrundlage aufgenommen worden, und plant die Bundesregierung, die Aufnahme einer solchen Klausel in den Zuwendungsbescheiden festzuschreiben?
b) In welchen der in Frage 19 benannten Einrichtungen gibt es Frauenbeauftragte, wie sind sie gewählt oder ernannt worden, und wieviel bezahlte Arbeitszeit steht ihnen ggf. tatsächlich zur Verfügung, und welche Kompetenzen und Beteiligungsmöglichkeiten haben sie?
c) An welchen der in Frage 19 genannten Einrichtungen gibt es Frauenförderpläne, gibt es ggf. Auflagen zur Umsetzung und Durchsetzung der in ihnen festgelegten Zielvorstellungen, und wurde eine Berichtspflicht der Geschäftsführungen über die Entwicklung des Frauenanteils auferlegt?
d) Welche der in Frage 19 genannten Einrichtungen bemühen sich, bei Stellenausschreibungen besonders Frauen anzusprechen, welche beteiligen grundsätzlich Frauen bei allen Stellenbesetzungsverfahren, und welche laden Bewerberinnen grundsätzlich zu Einstellungsgesprächen ein, wenn sie die formalen Voraussetzungen für die zu besetzende Stelle erfüllen?
e) In welchen der in Frage 19 genannten Einrichtungen sind für Eltern familiengerechte gleitende Arbeitszeiten, und wo sind Leitungsfunktionen auch in Teilzeit möglich?
f) In welchen Forschungseinrichtungen wird Eltern die Möglichkeit geboten, während ihrer Beurlaubung weiterhin Projekte (z. B. über Werkverträge) zu betreuen, und wo wurden Mittel für solche Zwecke in den Fortbildungstiteln bereitgestellt?
g) Welche Forschungseinrichtungen stellen in ihrer Selbstdarstellung gezielt Frauen in traditionellen Männerbereichen heraus, und welche bemühen sich gezielt, für Fachveranstaltungen Referentinnen zu gewinnen?
h) Wie beurteilt die Bundesregierung den Stand der Umsetzung der Empfehlungen der BLK zur Frauenförderung, und welche Initiative hat sie selbst ergriffen, um die Umsetzung der Empfehlungen zu unterstützen?
IV. Bildungs- und Forschungsförderung
25. Wie viele Mitglieder des Wissenschaftsrates sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den letzten fünf Jahren entwickelt?
26. Wie viele Mitglieder der einzelnen Gutachterausschüsse beim Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren enwickelt?
27. Wie viele Mitglieder der einzelnen Gutachterausschüsse bei den Projektträgern sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
28. Wie viele Mitglieder in den Aufsichtsräten, Vorständen und Institutsleitungen der Großforschungseinrichtungen sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
29. Wie viele Mitglieder im Verwaltungsrat, im Senat, im Wissenschaftlichen Rat und in den Fachbeiräten der Max-Planck-Gesellschaft sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
30. Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
a) Wie viele Mitglieder im Senat, in den Senatskommissionen, in den Senatsausschüssen, im Hauptausschuß und im Bewilligungsausschuß der DFG sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
b) Wie viele Wissenschaftlerinnen entscheiden als Fachgutachterinnen für die DFG über die Forschungswürdigkeit der in den einzelnen Wissenschaftsbereichen und Förderungsverfahren eingereichten Aufträge (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
c) Wie hoch ist der Frauenanteil in den von der DFG in den letzten fünf Jahren geförderten Normalverfahren, Schwerpunktverfahren, Sonderforschungsbereichen, Postdoktorandenprogrammen, Graduiertenkollegs und Habilitationsförderungen in den einzelnen Wissenschaftsbereichen (absolut und prozentual)? Wie viele Anträge auf Forschungsförderung wurden in diesen Programmen von Wissenschaftlerinnen gestellt, wie viele wurden davon den Wissenschaftlerinnen bewilligt?
31. Wie viele Mitglieder im Vorstand, im Senat, in den Institutsleitungen und -kuratorien sowie im Wissenschaftlich-Technischen Rat in der Fraunhofer-Gesellschaft sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
32. Wie viele Mitglieder im Präsidium, in der Findungskommission, im Verwaltungsausschuß und in den Sektionen der Wissenschaftsgemeinschaft Blaue Liste sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
V. Grundsätzliches
33. Wie stark ausgeprägt sind die geschlechtsspezifischen Differenzen beim monatlichen Nettoeinkommen der Erwerbstätigen mit Hochschul-/Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluß in den einzelnen Hauptfachrichtungen derzeit, und wie haben sie sich in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
34. Sieht die Bundesregierung als Gründe für geschlechtsspezifisch unterschiedlich ausfallende Nettoeinkommen: a) eine generelle Benacheiligung von Frauen, b) ein Problem der unterschiedlichen Ausbildungs- und Berufswahl, c) ein Problem des Alters der Beschäftigten, d) berufliche Nachteile durch Kindererziehung, e) eine Konsequenz der unterschiedlichen Verteilung von Teilzeitstellen, f). eine Konsequenz der Abdrängung von Frauen in sog. minderqualifizierte Stellen, g) ein Problem der unterschiedlichen Entwicklung der Arbeitslosigkeit?
35. Welche frauenfördernden Maßnahmen betreibt die Bundesregierung im Bereich Bildung und Wissenschaft, und welche Ergebnisse weisen diese aus?
36. Welche personenbezogenen Kriterien legt die Bundesregierung ihren frauenfördernden Maßnahmen zugrunde, und wie begründet sie diese?
Fragen45
Welchen Mädchen- bzw. Frauenanteil weisen die unterschiedlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen - jeweils unterschieden nach alten und neuen Bundesländern - in den Schuljahrgängen seit 1990 aus?
Wie viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger erwarben - jeweils unterschieden nach alten und neuen Bundesländern - in den einzelnen Schuljahrgängen seit 1990 eine Hochschul- oder Fachhochschulreife?
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, ob sich die Studienabsicht von Abiturientinnen und Abiturienten seit Anfang der 70er Jahre verändert hat?
Wenn ja, gibt es hierbei geschlechtsspezifisch signifikante Unterschiede, und wie erklärt sich die Bundesregierung diese?
Wenn nein, warum bemüht sich die Bundesregierung nicht um entsprechende Daten?
Wie hat sich der Frauenanteil bezogen auf die Gesamtzahl derjenigen, die ein Hochschulstudium aufnehmen, seit dem Öffnungsbeschluß von 1977, mit dem die Bildungspolitiker von Bund und Ländern übereingekommen sind, allen Studienberechtigten die Hochschulzulassung auch bei eingefrorenen Bildungsfinanzen zu garantieren, entwickelt (bitte aufschlüsseln nach Hochschularten, einzelnen Fächern und seit 1990 auch für die neuen Bundesländer)?
Wie hat sich der Frauenanteil an der Gesamtzahl der Studentinnen und Studenten seit dem Öffnungsbeschluß von 1977 entwickelt (bitte aufschlüsseln nach Hochschularten, einzelnen Fächern und seit 1990 auch für die neuen Bundesländer)?
Wie hat sich der Frauenanteil an der Gesamtzahl der Hochschulabsolventinnen und -absolventen seit dem Öffnungsbeschluß von 1977 entwickelt (bitte aufschlüsseln nach Hochschularten, einzelnen Fächern und seit 1990 auch für die neuen Bundesländer)?
Wie hat sich der Frauenanteil an den Promotionen seit dem Öffnungsbeschluß von 1977 entwickelt.
(bitte aufschlüsseln nach einzelnen Fächern und seit 1990 auch unterschieden nach Bundesländern)?
Wie hat sich der Frauenanteil an den Habilitationen seit dem Öffnungsbeschluß von 1977 entwickelt
(bitte aufschlüsseln nach einzelnen Fächern und seit 1990 auch unterschieden nach Bundesländern)?
Wie hoch ist z. Z. der Frauenanteil bei der Gruppe der Studienrätinnen und Studienräte verschiedener Besoldungsgruppen, Lehrerinnen und Lehrer sowie Lektorinnen und Lektoren, der an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland hauptberuflich beschäftigt ist?
In welchen Fachrichtungen liegt der Frauenanteil beim in Frage 9 bezeichneten hauptberuflich tätigen Personal über und in welchen unter dem Durchschnitt?
Wie hoch ist z. Z. der Frauenanteil bei der Gruppe der Hochschulassistentinnen und Hochschulassistenten, Dozentinnen und Dozenten, Assistentinnen und Assistenten, Rätinnen und Räten sowie Oberrätinnen und Oberräten, der an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland hauptberuflich beschäftigt ist?
In welchen Fachrichtungen liegt der Frauenanteil beim in Frage 11 bezeichneten hauptberuflich tätigen Personal über und in welchen unter dem Durchschnitt?
Wie hoch ist z. Z. der Frauenanteil bei der Gruppe der Professorinnen und Professoren, aufgeschlüsselt nach C-Stufen, der an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland hauptberuflich beschäftigt ist?
In welchen Fachrichtungen liegt der Frauenanteil beim in Frage 13 bezeichneten hauptberuflich tätigen Personal über und in welchen unter dem Durchschnitt?
Gibt es bei den in den Fragen 9, 11 und 13 bezeichneten Personengruppen Unterschiede beim Frauenanteil an den Hochschulen zwischen den alten und neuen Bundesländern?
Gibt es signifikante geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen befristeten und unbef risteten Stellen beim hauptberuflich tätigen, wissenschaftlichen und künstlerischen Personal an den Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland?
Gibt es bei den in den Fragen 9, 11 und 13 bezeichneten Personengruppen Unterschiede beim Frauenanteil in den einzelnen Fachrichtungen?
Um wieviel DM liegt das durchschnittliche Monatsnettoeinkommen von Universitätsabsolventinnen und von Fachhochschulabsolventinnen (jeweils Vollzeitarbeitskräfte) unter demjenigen ihrer männlichen Kollegen?
Wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (absolut und prozentual) sind insgesamt und unterschieden nach Geschlecht in den von Bund allein- oder mitfinanzierten Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und aufgeteilt auf die einzelnen Einrichtungen und nach Fachrichtungen beschäftigt?
Wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind, aufgegliedert nach Lohn- und Gehaltsgruppen in den verschiedenen Facheinrichtungen (absolut und prozentual) insgesamt und aufgeteilt auf die einzelnen in Frage 19 genannten Einrichtungen beschäftigt?
Wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind in den vergangenen fünf Jahren in den in Frage 19 genannten Einrichtungen insgesamt (absolut und prozentual) und aufgeteilt auf die einzelnen Einrichtungen neu eingestellt worden (bitte unterscheiden nach befristeten und unbefristeten Einstellungen)?
Wie hoch ist die Anzahl der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den in Frage 19 genannten Einrichtungen insgesamt (absolut und prozentual) und aufgeteilt auf die einzelnen Einrichtungen (bitte unterscheiden nach befristeten und unbefristeten Einstellungen)?
Wie hoch ist der jeweilige Anteil von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, der insgesamt (absolut und prozentual) und aufgeteilt auf die einzelnen in Frage 19 genannten Einrichtungen teilzeitbeschäftigt ist, und wie hat sich dieser Anteil in den letzten fünf Jahren entwickelt?
a) In welchen der in Frage 19 genannten Einrichtungen ist eine der Empfehlung der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) von 1989 zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft entsprechende Generalklausel inzwischen in die jeweilige Rechtsgrundlage aufgenommen worden, und plant die Bundesregierung, die Aufnahme einer solchen Klausel in den Zuwendungsbescheiden festzuschreiben?
b) In welchen der in Frage 19 benannten Einrichtungen gibt es Frauenbeauftragte, wie sind sie gewählt oder ernannt worden, und wieviel bezahlte Arbeitszeit steht ihnen ggf. tatsächlich zur Verfügung, und welche Kompetenzen und Beteiligungsmöglichkeiten haben sie?
c) An welchen der in Frage 19 genannten Einrichtungen gibt es Frauenförderpläne, gibt es ggf. Auflagen zur Umsetzung und Durchsetzung der in ihnen festgelegten Zielvorstellungen, und wurde eine Berichtspflicht der Geschäftsführungen über die Entwicklung des Frauenanteils auferlegt?
d) Welche der in Frage 19 genannten Einrichtungen bemühen sich, bei Stellenausschreibungen besonders Frauen anzusprechen, welche beteiligen grundsätzlich Frauen bei allen Stellenbesetzungsverfahren, und welche laden Bewerberinnen grundsätzlich zu Einstellungsgesprächen ein, wenn sie die formalen Voraussetzungen für die zu besetzende Stelle erfüllen?
e) In welchen der in Frage 19 genannten Einrichtungen sind für Eltern familiengerechte gleitende Arbeitszeiten, und wo sind Leitungsfunktionen auch in Teilzeit möglich?
f) In welchen Forschungseinrichtungen wird Eltern die Möglichkeit geboten, während ihrer Beurlaubung weiterhin Projekte (z. B. über Werkverträge) zu betreuen, und wo wurden Mittel für solche Zwecke in den Fortbildungstiteln bereitgestellt?
g) Welche Forschungseinrichtungen stellen in ihrer Selbstdarstellung gezielt Frauen in traditionellen Männerbereichen heraus, und welche bemühen sich gezielt, für Fachveranstaltungen Referentinnen zu gewinnen?
h) Wie beurteilt die Bundesregierung den Stand der Umsetzung der Empfehlungen der BLK zur Frauenförderung, und welche Initiative hat sie selbst ergriffen, um die Umsetzung der Empfehlungen zu unterstützen?
Wie viele Mitglieder des Wissenschaftsrates sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den letzten fünf Jahren entwickelt?
Wie viele Mitglieder der einzelnen Gutachterausschüsse beim Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren enwickelt?
Wie viele Mitglieder der einzelnen Gutachterausschüsse bei den Projektträgern sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
Wie viele Mitglieder in den Aufsichtsräten, Vorständen und Institutsleitungen der Großforschungseinrichtungen sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
Wie viele Mitglieder im Verwaltungsrat, im Senat, im Wissenschaftlichen Rat und in den Fachbeiräten der Max-Planck-Gesellschaft sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
a) Wie viele Mitglieder im Senat, in den Senatskommissionen, in den Senatsausschüssen, im Hauptausschuß und im Bewilligungsausschuß der DFG sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
b) Wie viele Wissenschaftlerinnen entscheiden als Fachgutachterinnen für die DFG über die Forschungswürdigkeit der in den einzelnen Wissenschaftsbereichen und Förderungsverfahren eingereichten Aufträge (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
c) Wie hoch ist der Frauenanteil in den von der DFG in den letzten fünf Jahren geförderten Normalverfahren, Schwerpunktverfahren, Sonderforschungsbereichen, Postdoktorandenprogrammen, Graduiertenkollegs und Habilitationsförderungen in den einzelnen Wissenschaftsbereichen (absolut und prozentual)? Wie viele Anträge auf Forschungsförderung wurden in diesen Programmen von Wissenschaftlerinnen gestellt, wie viele wurden davon den Wissenschaftlerinnen bewilligt?
Wie viele Mitglieder im Vorstand, im Senat, in den Institutsleitungen und -kuratorien sowie im Wissenschaftlich-Technischen Rat in der Fraunhofer-Gesellschaft sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
Wie viele Mitglieder im Präsidium, in der Findungskommission, im Verwaltungsausschuß und in den Sektionen der Wissenschaftsgemeinschaft Blaue Liste sind Frauen (absolut und prozentual), und wie hat sich der Frauenanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
Wie stark ausgeprägt sind die geschlechtsspezifischen Differenzen beim monatlichen Nettoeinkommen der Erwerbstätigen mit Hochschul-/Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluß in den einzelnen Hauptfachrichtungen derzeit, und wie haben sie sich in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
Sieht die Bundesregierung als Gründe für geschlechtsspezifisch unterschiedlich ausfallende Nettoeinkommen:
a) eine generelle Benacheiligung von Frauen,
b) ein Problem der unterschiedlichen Ausbildungs- und Berufswahl,
c) ein Problem des Alters der Beschäftigten,
d) berufliche Nachteile durch Kindererziehung,
e) eine Konsequenz der unterschiedlichen Verteilung von Teilzeitstellen,
f). eine Konsequenz der Abdrängung von Frauen in sog. minderqualifizierte Stellen,
g) ein Problem der unterschiedlichen Entwicklung der Arbeitslosigkeit?
Welche frauenfördernden Maßnahmen betreibt die Bundesregierung im Bereich Bildung und Wissenschaft, und welche Ergebnisse weisen diese aus?
Welche personenbezogenen Kriterien legt die Bundesregierung ihren frauenfördernden Maßnahmen zugrunde, und wie begründet sie diese?