Situation auf der Eisenbahnstrecke Niebüll—Westerland
der Abgeordneten Peter H. Carstensen (Nordstrand), Wolfgang Börnsen (Bönstrup), Dr. Joseph-Theodor Blank, Jochen Feilcke, Dirk Fischer (Hamburg), Kurt-Dieter Grill, Otto Hauser (Esslingen), Manfred Heise, Ernst Hinsken, Dr. Egon Jüttner, Volker Kauder, Engelbert Nelle, Dr. Gerhard Päselt, Klaus Dieter Reichardt (Mannheim), Heinz Schemken, Matthäus Strebl, Gert Willner und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Dr. Edzard Schmidt-Jortzig, Jürgen Koppelin, Horst Friedrich, Lisa Peters, Dr. Klaus Röhl und der Fraktion der F.D.P.
Vorbemerkung
Schon seit mehreren Jahren geben die Zustände bei der Deutschen Bundesbahn, heute Deutsche Bahn AG, auf der Strecke Niebüll—Westerland Anlaß zu Beschwerden der Fahrgäste.
Es wurde Klage geführt über den Zustand der Bahnhofsanlagen an der Strecke wie auch über den Zustand des eingesetzten Zug- und Wagenmaterials.
Verschiedene Anfragen und Beschwerden von Bürgern sind ebenso bei der Deutschen Bundesbahn bzw. der Deutschen Bahn AG und beim Bundesministerium für Verkehr eingegangen, wie Anfragen und Schreiben von verschiedenen Abgeordneten. Die Zustände, über die Klage geführt wird, haben sich im wesentlichen dadurch nicht verändert. Vielmehr hat sich die ärgerliche Lage auf dieser Strecke in letzter Zeit auch noch durch das sog. „Wochenendticket" verschärft und ist den Bahnbenutzern nicht mehr zuzumuten.
Nun gehört die Bahnstrecke Niebüll—Westerland mit der Monopolstellung für den Transport von Autos, Waren und Reisenden zur Insel Sylt nicht zu den Defizitstrecken. Auch aus diesem Grund fragen wir die Bundesregierung:
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen12
Sind der Bundesregierung die Zustände auf der Bahnlinie Niebüll—Westerland bekannt?
Wie hat die Deutsche Bundesbahn bzw. die Deutsche Bahn AG seit 1990 auf Beschwerden über die Zustände reagiert?
Wie haben sich die Transportzahlen auf der Strecke über den Hindenburgdamm seit 1990 entwickelt?
Stimmt die Aussage von Vertretern der Deutschen Bahn AG, daß „Überfrequentierungen" durch das Wochenendticket nur in Westerland und Garmisch-Partenkirchen zu Problemen geführt haben?
Wie viele Sonderzüge sind in 1994 und in der ersten Hälfte 1995 auf der Strecke über den Hindenburgdamm eingesetzt worden?
Wie alt ist das auf dieser Strecke insbesondere bei den Berufspendlerzügen eingesetzte Wagenmaterial, und wie wird der Zustand im Vergleich mit dem übrigen Material der Deutschen Bahn AG bewertet?
Stimmen Klagen von Reisenden, daß bei den Zügen „Fenster klappern, es manchmal durchregnet, manche Türen unbenutzbar sind und manche keine automatischen Schließeinrichtungen haben"?
Stimmen Klagen von Reisenden, daß einige Züge, die insbesondere Berufspendler von und nach Westerland transportieren, permanent überfüllt sind?
Stimmt es, daß gerade die Abendzüge häufig verschmutzt sind?
Wie viele Fahrgäste benutzen den Bahnhof Klanxbüll, und entspricht der Zustand des Bahnhofs dem Zustand anderer Bahnhöfe mit ähnlichem Fahrgastaufkommen?
Wie hoch waren die Einnahmen der Deutschen Bundesbahn bzw. der Deutschen Bahn AG durch Berufspendler auf der Strecke nach Westerland 1993, 1994 und in der ersten Hälfte 1995?
Wie wird die Deutsche Bahn AG auf die nicht neuen, aber jetzt verstärkten und berechtigten Beschwerden von Fahrgästen reagieren?