Koordinierung, Ausbau und Schwerpunkte der Sportforschung
der Abgeordneten Wilhelm Schmidt (Salzgitter), Angelika Barbe, Holger Bartsch, Ingrid Becker-Inglau, Hans Gottfried Bernrath, Friedhelm Julius Beucher, Dr. Ulrich Böhme (Unna), Anni Brandt-Elsweier, Dr. Eberhard Brecht, Peter Büchner (Speyer), Hans Büttner (Ingolstadt), Edelgard Bulmahn, Ulla Burchardt, Marion Caspers-Merk, Wolf-Michael Catenhusen, Klaus Daubertshäuser, Dr. Marliese Dobberthien, Dr. Peter Eckardt, Dr. Konrad Elmer, Carl Ewen, Elke Ferner, Evelin Fischer (Gräfenhainichen), Lothar Fischer (Homburg), Arne Fuhrmann, Monika Ganseforth, Günter Graf, Michael Habermann, Dr. Liesel Hartenstein, Dieter Heistermann, Reinhold Hiller (Lübeck), Stephan Hilsberg, Renate Jäger, Ilse Janz, Horst Jaunich, Dr. Hans-Hinrich Knaape, Walter Kolbow, Rolf Koltzsch, Horst Kubatschka, Eckart Kuhlwein, Dr. Klaus Kübler, Uwe Lambinus, Robert Leidinger, Klaus Lohmann (Witten), Heide Mattischeck, Dr. Jürgen Meyer (Ulm), Siegmar Mosdorf, Rudolf Müller (Schweinfurt), Jutta Müller (Völklingen), Gerhard Neumann (Gotha), Dr. Edith Niehuis, Dr. Rolf Niese, Doris Odendahl, Günter Oesinghaus, Dr. Helga Otto, Dr. Willfried Penner, Dr. Eckhart Pick, Rudolf Purps, Peter W. Reuschenbach, Günter Rixe, Siegfried Scheffler, Ursula Schmidt (Aachen), Regina Schmidt-Zadel, Gisela Schröter, Dietmar Schütz, Ernst Schwanhold, Rolf Schwanitz, Bodo Seidenthal, Erika Simm, Wieland Sorge, Joachim Tappe, Günther Tietjen, Siegfried Vergin, Josef Vosen, Gerd Wartenberg (Berlin), Gert Weisskirchen (Wiesloch), Hildegard Wester, Inge Wettig-Danielmeier, Wolfgang Weiermann, Reinhard Weis (Stendal), Dr. Axel Wernitz, Hildegard Wester, Gudrun Weyel, Hermann Wimmer (Neuötting), Verena Wohlleben, Hanna Wolf, Dr. Hans-Jochen Vogel, Dr. Peter Struck, Hans-Ulrich Klose und der Fraktion der SPD
Vorbemerkung
Nach Auffassung der Bundesregierung obliegt dem Bundesminister des Innern „die Koordination aller sportrelevanten Maßnahmen auf Bundesebene" — so heißt es zumindest im siebten Sportbericht der Bundesregierung. Der Eindruck verstärkt sich, daß diese Koordination nur unzureichend wahrgenommen wird.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
A. Koordinierung
1. In welchen Ministerien sind oder werden sportwissenschaftliche oder sportbezogene, d. h. auf Bewegung, Gesundheit und Sport gerichtete, Forschungsprojekte geplant und durchgeführt, und um welche handelt es sich seit 1988?
1.1 Wie wird sichergestellt, daß Doppelforschungen vermieden werden?
2. Durch welche Institutionen werden diese Forschungen fachlich geprüft und koordiniert, und wie werden die Beiräte und Gutachter ausgewählt?
3. Wie wird diese Forschung mit den Ländern und den Sportorganisationen abgestimmt?
4. Forschung an den im Einigungsvertrag (Artikel 39 Abs. 2) genannten Institutionen
4.1 Welche Stellen des Bundes sind für die fachliche und verwaltungsmäßige Prüfung der Mittelverwendung der drei im Einigungsvertrag genannten Sporteinrichtungen verantwortlich?
4.2 Wie erfolgt die Abstimmung zwischen nicht-universitärer Forschung auf Dauerstellen z. B. im Institut für angewandte Trainingswissenschaft (ehemals FKS) mit der universitären Projektforschung?
4.3 Wie wird die Abstimmung zwischen dem Doping-Labor in Kreischa und dem Dopingkontrollinstitut für Biochemie in Köln (Dopingbeauftragter der Bundesregierung: Prof. Dr. Donike) gewährleistet?
4.4 Wie weit ist der Stand der Umorganisation und der Evaluierung der Mitarbeiter der Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte?
B. Ausbau
5. Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)
5.1 Ist durch finanzielle und inhaltliche Vorgaben sichergestellt, daß die Forschungsförderung des Bundesinstituts für Sportwissenschaft entsprechend dem Errichtungserlaß die gesamte Bandbreite des Sports berücksichtigt?
5.2 Nach welchen Kriterien und in welchem Verfahren werden Gutachter und Gutachterinnen des BISp berufen?
5.3 Werden Forschungsaufträge des BISp öffentlich ausgeschrieben, und, wenn nein, warum nicht?
5.4 In welcher Form werden Forschungsaufträge während der Laufzeit bekanntgemacht (Forscher/Forscherinnen, Thema, Laufzeit, Fördersumme)?
5.5 Mit welchen Leistungen hat das Bundesinstitut für Sportwissenschaft den Leistungssport bisher unterstützt?
5.6 Bis wann gedenkt der Bundesminister des Innern die seit April 1991 offene Position der Abteilungsleiterstelle „Wissenschaftliche Forschung" wieder zu besetzen?
5.7 Welche Konsequenzen gedenkt der Bundesminister des Innern aus den Prüfungsmitteilungen des Bundesrechnungshofes zu den Fachbereichen „Sport- und Freizeitanlagen" und „Dopinganalytik" zu ziehen.
C. Schwerpunkte
6. In welchem Umfang ist der 1986 im „Dritten Schwerpunktprogramm der sportwissenschaftlichen Forschung" eingerichtete Schwerpunkt „Frauensport" durch die universitäre Forschung beantragt?
Welche davon wurden genehmigt?
Welche Forschungsaufträge wurden zu diesem Schwerpunkt erteilt?
7. Welche Forschungsprojekte wurden im Bereich des Behindertensports durch die Bundesregierung seit 1988 gefördert oder in Auftrag gegeben?
8. Zu welchen Ergebnissen hat die Ankündigung der Bundesregierung in der Antwort auf die Kleine Anfrage der Fraktion der SPD über „Stand und Förderung der Sportwissenschaft in der Bundesrepublik Deutschland" (Drucksache 11/1893) geführt, „ ... ihre Bemühungen um eine institutionelle Verankerung der Sportmedizin in der Approbationsordnung für Ärzte und damit im Studium fort(zu)setzen"?
9. Welche Schritte hat die Bundesregierung unternommen, um das Aktenmaterial des DDR-Sports (Dopingforschung, Berichte von Auslandsreisen und Fachtagungen, staatliche Förderungsmaßnahmen usw.) zu sichern und der Forschung zugänglich zu machen?
9.1 In welcher Form beabsichtigt die Bundesregierung die zeitgeschichtliche Erforschung des DDR-Sports insgesamt zu fördern?
10. Beabsichtigt die Bundesregierung, ein „Forschungsprogramm Gefahren im Kinderhochleistungssport" durchzuführen bzw. eine Dokumentation über vorliegende Forschungsergebnisse, wie sie z. B. beim Jahreskongreß der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin in München vorgestellt wurden, vorzulegen?
11. Welche Forschungsergebnisse liegen der Bundesregierung vor bezüglich der Art, des Ausmaßes und der gesundheitlichen Folgen (einschließlich Spätfolgen) von Sportunfällen — nach Sportarten, — nach Alter und Geschlecht der betroffenen Personen? Welche Entwicklung ist in der Bundesrepublik Deutschland auf längere Sicht gesehen zu beobachten?
12. Welche Auswirkungen haben Sportunfälle auf die Höhe und Entwicklung der Gesundheitsausgaben, und wer sind - die Kostenträger?
Fragen24
In welchen Ministerien sind oder werden sportwissenschaftliche oder sportbezogene, d. h. auf Bewegung, Gesundheit und Sport gerichtete, Forschungsprojekte geplant und durchgeführt, und um welche handelt es sich seit 1988?
Wie wird sichergestellt, daß Doppelforschungen vermieden werden?
Durch welche Institutionen werden diese Forschungen fachlich geprüft und koordiniert, und wie werden die Beiräte und Gutachter ausgewählt?
Wie wird diese Forschung mit den Ländern und den Sportorganisationen abgestimmt?
Forschung an den im Einigungsvertrag (Artikel 39 Abs. 2) genannten Institutionen
Welche Stellen des Bundes sind für die fachliche und verwaltungsmäßige Prüfung der Mittelverwendung der drei im Einigungsvertrag genannten Sporteinrichtungen verantwortlich?
Wie erfolgt die Abstimmung zwischen nicht-universitärer Forschung auf Dauerstellen z. B. im Institut für angewandte Trainingswissenschaft (ehemals FKS) mit der universitären Projektforschung?
Wie wird die Abstimmung zwischen dem Doping-Labor in Kreischa und dem Dopingkontrollinstitut für Biochemie in Köln (Dopingbeauftragter der Bundesregierung: Prof. Dr. Donike) gewährleistet?
Wie weit ist der Stand der Umorganisation und der Evaluierung der Mitarbeiter der Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte?
Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)
Ist durch finanzielle und inhaltliche Vorgaben sichergestellt, daß die Forschungsförderung des Bundesinstituts für Sportwissenschaft entsprechend dem Errichtungserlaß die gesamte Bandbreite des Sports berücksichtigt?
Nach welchen Kriterien und in welchem Verfahren werden Gutachter und Gutachterinnen des BISp berufen?
Werden Forschungsaufträge des BISp öffentlich ausgeschrieben, und, wenn nein, warum nicht?
In welcher Form werden Forschungsaufträge während der Laufzeit bekanntgemacht (Forscher/Forscherinnen, Thema, Laufzeit, Fördersumme)?
Mit welchen Leistungen hat das Bundesinstitut für Sportwissenschaft den Leistungssport bisher unterstützt?
Bis wann gedenkt der Bundesminister des Innern die seit April 1991 offene Position der Abteilungsleiterstelle „Wissenschaftliche Forschung" wieder zu besetzen?
Welche Konsequenzen gedenkt der Bundesminister des Innern aus den Prüfungsmitteilungen des Bundesrechnungshofes zu den Fachbereichen „Sport- und Freizeitanlagen" und „Dopinganalytik" zu ziehen.
In welchem Umfang ist der 1986 im „Dritten Schwerpunktprogramm der sportwissenschaftlichen Forschung" eingerichtete Schwerpunkt „Frauensport" durch die universitäre Forschung beantragt?
Welche davon wurden genehmigt?
Welche Forschungsaufträge wurden zu diesem Schwerpunkt erteilt?
Welche Forschungsprojekte wurden im Bereich des Behindertensports durch die Bundesregierung seit 1988 gefördert oder in Auftrag gegeben?
Zu welchen Ergebnissen hat die Ankündigung der Bundesregierung in der Antwort auf die Kleine Anfrage der Fraktion der SPD über „Stand und Förderung der Sportwissenschaft in der Bundesrepublik Deutschland" (Drucksache 11/1893) geführt, „ ... ihre Bemühungen um eine institutionelle Verankerung der Sportmedizin in der Approbationsordnung für Ärzte und damit im Studium fort(zu)setzen"?
Welche Schritte hat die Bundesregierung unternommen, um das Aktenmaterial des DDR-Sports (Dopingforschung, Berichte von Auslandsreisen und Fachtagungen, staatliche Förderungsmaßnahmen usw.) zu sichern und der Forschung zugänglich zu machen?
In welcher Form beabsichtigt die Bundesregierung die zeitgeschichtliche Erforschung des DDR-Sports insgesamt zu fördern?
Beabsichtigt die Bundesregierung, ein „Forschungsprogramm Gefahren im Kinderhochleistungssport" durchzuführen bzw. eine Dokumentation über vorliegende Forschungsergebnisse, wie sie z. B. beim Jahreskongreß der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin in München vorgestellt wurden, vorzulegen?
Welche Forschungsergebnisse liegen der Bundesregierung vor bezüglich der Art, des Ausmaßes und der gesundheitlichen Folgen (einschließlich Spätfolgen) von Sportunfällen — nach Sportarten, — nach Alter und Geschlecht der betroffenen Personen?
Welche Entwicklung ist in der Bundesrepublik Deutschland auf längere Sicht gesehen zu beobachten?
Welche Auswirkungen haben Sportunfälle auf die Höhe und Entwicklung der Gesundheitsausgaben, und wer sind - die Kostenträger?