Eukalyptusanbau in Portugal und Spanien
des Abgeordneten Konrad Weiß (Berlin) und der Gruppe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Portugal und Spanien sind in den letzten beiden Jahrzehnten zu Hauptlieferanten von Zellstoffen aus Eukalyptus für den europäischen Markt geworden. Die Aufforstung von Eukalyptus auf der iberischen Halbinsel wurde in den 70er Jahren, bis in die 80er Jahre hinreichend vor allem mit Hilfe der Weltbank realisiert. Seit dem Beitritt Portugals bzw. Spaniens zur Europäischen Gemeinschaft wird der plantagenmäßige Anbau von Eukalyptus zur Zellstoffproduktion massiv durch die Europäische Gemeinschaft unterstützt und auch in Kenntnis ökologischer Bedenklichkeiten offenbar weiter betrieben.
Zu diesen Sachständen haben wir folgende Fragen an die Bundesregierung:
Fragen5
In welchem Umfang hat die Weltbank den Eukalyptusanbau in Portugal und Spanien finanziell untersützt (Auflistung der Kreditsummen nach Jahreszahlen und Ländern)?
In welchem finanziellen Umfang und seit wann fördert die Europäische Gemeinschaft den Anbau von Eukalyptus zur Zellstoffproduktion in Portugal bzw. Spanien? Nach welchen Kriterien wird die Förderung vorgenommen?
Wurden für die jeweiligen Aufforstungsprogramme Umweltverträglichkeitsprüfungen seitens der Weltbank bzw. der Europäischen Gemeinschaft vorgenommen? Wenn ja, seit wann, nach welchen Kriterien, und zu welchen Ergebnissen sind die jweiligen Institutionen gelangt?
Welchen Umfang hat der Anbau von Eukalyptus in Spanien bzw. Portugal zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Angaben bitte in Hektar)?
Sind Erweiterungen der gegenwärtigen Eukalyptusbestände mit Unterstützung der Europäischen Gemeinschaft oder der Weltbank geplant? Wenn ja, in welchem Umfang?