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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

NATO-Übung REFORGER 92 (G-SIG: 12011055)

Notwendigkeit der jährlich stattfindenden transatlantischen Verstärkungsübung REFORGER angesichts der veränderten sicherheitspolitischen Lage in Europa, Umfang und Kosten der Übung

Fraktion

SPD

Ressort

Bundesministerium der Verteidigung

Datum

12.11.1992

Aktualisiert

26.07.2022

BT12/344114.10.1992

NATO-Übung REFORGER 92

Kleine Anfrage

Volltext (unformatiert)

[Drucksache 12/3441 14.10.92 Deutscher Bundestag 12. Wahlperiode Kleine Anfrage der Abgeordneten Walter Kolbow, Hans Gottfried Bernrath, Dr. Ulrich Böhme (Unna), Dr. Andreas von Bülow, Gernot Erler, Katrin Fuchs (Verl), Norbert Gansel, Konrad Gilges, Dieter Heistermann, Erwin Horn, Gabriele Iwersen, Horst Jungmann (Wittmoldt), Susanne Kastner, Fritz Rudolf Körper, Robert Leidinger, Dr. Dietmar Matterne, Gerhard Neumann (Gotha), Horst Niggemeier, Manfred Opel, Dr. Hermann Scheer, Brigitte Schulte (Hameln), Dr. Hartmut Soell, Heinz-Alfred Steiner, Uta Titze, Karsten D. Voigt (Frankfurt), Rudi Walther (Zierenberg), Reinhard Weis (Stendal), Uta Zapf, Hans-Ulrich Klose und der Fraktion der SPD NATO-Übung REFORGER 92 „Für die Bedrohungssituation der Vergangenheit wird keine Mark mehr ausgegeben. " (Der Bundesminister der Verteidigung, Volker Rühe, in der Haushaltsdebatte im Deutschen Bundestag am 9. September 1992) Angesichts dieser Aussage fragen wir die Bundesregierung: 1. Auf welcher Beurteilung beruht die Notwendigkeit der jährlich stattfindenden transatlantischen Verstärkungsübung REFORGER nach der völlig veränderten politischen und sicherheitspolitischen Lage der Bundesrepublik Deutschland in Europa? 2. Welche politische Entwicklung in Europa, die zur sicherheitspolitischen Bedrohung für die Bundesrepublik Deutschland führt, liegt der Übungslage zugrunde? 3. Warum findet diese Übung jährlich statt — und warum nur in der Bundesrepublik Deutschland? 4. Welche Gründe sprechen dagegen, das Übungsziel in Form einer Planübung oder Stabsrahmenübung — also ohne Truppe — zu erreichen? 5. Warum nehmen an dieser Übung jeweils so viele Soldaten teil — nämlich dieses Jahr etwa 20 000? Wie teilen sich diese auf die Nationen auf? Wäre der Übungszweck nicht auch mit weniger Soldaten zu erreichen? 6. Welche Kosten sind mit der NATO-Übung REFORGER 92 insgesamt verbunden, und wie teilen diese Kosten sich auf? Drucksache 12 /3441 Deutscher Bundestag — 12. Wahlperiode 7. Welche Kosten entstehen dabei für die Bundeswehr und welche für die US-Verstärkungskräfte? 8. Welche Kosten übernimmt bei dieser Übung die Bundesrepublik Deutschland, und welche Kosten werden von den USA getragen? 9. In welchen Einzelplänen des Bundeshaushaltes 1992 und in welchen Kapiteln und Titeln sind die Gesamtkosten der Übung jeweils in welcher Höhe ausgewiesen? 10. Wären angesichts der begrenzten Finanzmittel der Bundesrepublik Deutschland im allgemeinen und des Verteidigungshaushaltes im besonderen nicht andere Schwerpunkte bei der Ausgabenseite sinnvoller und deshalb notwendig, wie z. B. die Erhöhung des investiven Anteils oder die Verbesserung der Wohnungsfürsorge für Angehörige der Bundeswehr? Bonn, den 14. Oktober 1992 Walter Kolbow Dr. Dietmar Matterne Hans Gottfried Bernrath Gerhard Neumann (Gotha) Dr. Ulrich Böhme (Unna) Horst Niggemeier Dr. Andreas von Bülow Manfred Opel Gernot Erler Dr. Hermann Scheer Katrin Fuchs (Verl) Brigitte Schulte (Hameln) Norbert Gansel Dr. Hartmut Soell Konrad Gilges Heinz-Alfred Steiner Dieter Heistermann Uta Titze Erwin Horn Karsten D. Voigt (Frankfurt) Gabriele Iwersen Rudi Walther (Zierenberg) Horst Jungmann (Wittmoldt) Reinhard Weis (Stendal) Susanne Kastner Uta Zapf Fritz Rudolf Körper Hans-Ulrich Klose und Fraktion Robert Leidinger]

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