BundestagKleine Anfragen
Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

In-Vitro-Fertilisation (IVF) und Embryonenschutz (G-SIG: 12011163)

Versuche von IVF-Schwangerschaften in Deutschland, Abbrüche und Abtreibungen, Forschungen im IVF-Bereich

Fraktion

PDS/LL

Ressort

Bundesministerium für Gesundheit

Datum

15.01.1993

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/392703.12.92

In-Vitro-Fertilisation (IVF) und Embryonenschutz

der Abgeordneten Dr. Ursula Fischer und der Gruppe der PDS/Linke Liste

Vorbemerkung

Immer mehr Paare versprechen sich von der künstlichen Befruchtung die Erfüllung ihres Kinderwunsches.

Häufig sind sich diese Paare jedoch nicht über das hohe Maß an körperlicher und seelischer Belastung im klaren, die die lange Phase der Behandlung besonders für die Frau mit sich bringt. Im übrigen gelingen die Versuche zur Herbeiführung einer Schwangerschaft nicht sehr häufig.

Auch im Zusammenhang mit den Möglichkeiten der gentechnischen Manipulation an Embryonen(zellen) stellt sich die Frage des Embryonenschutzes neu.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen11

1

Wie viele Frauen wollten im Jahr 1991 (oder 1990) eine IVF-Schwangerschaft durchführen lassen?

2

Mit wie vielen Frauen wurden entsprechende Versuche durchgeführt?

3

Bei wie vielen Frauen waren diese Versuche erfolgreich?

4

Wie viele der zunächst gelungenen Versuche wurden aufgrund von Fehlbildungen des Embryos abgebrochen?

5

Wie häufig treten nach geglückten Versuchen Mehrlingsschwangerschaften auf?

6

Wie oft werden diese abgebrochen?

7

Werden in Deutschland Abtreibungen von einzelnen Embryonen bei Mehrlingsschwangerschaften vorgenommen?

8

Wie viele überzählige Embryonen entstehen im Schnitt pro künstlicher Befruchtung?

9

Was geschieht mit sogenannten „nicht entwicklungsfähigen Embryonen" ?

10

Werden in Deutschland Eizellen und Embryonen zu Forschungszwecken kyrokonserviert?

Wenn ja, in welchem Umfang?

11

Werden in Deutschland Forschungen über die Hormonbelastungen von Frauen bei IVF durchgeführt?

Bonn, den 3. Dezember 1992

Dr. Ursula Fischer Dr. Gregor Gysi und Gruppe

Ähnliche Kleine Anfragen