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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Kinospot "Rücksicht kommt an" (G-SIG: 12012014)

Förderung der gegenseitigen Rücksichtsnahme von Verkehrsteilnehmern, rassistische Diskriminierung durch Darstellung eines indigenen Volkes, unklarer Zusammenhang zu hörbeeinträchtigten älteren Menschen, Rücknahme des Spots aus den Kinos

Fraktion

PDS/LL

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

31.03.1994

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/709114. 03. 94

Kinospot „Rücksicht kommt an"

der Abgeordneten Dr. Dagmar Enkelmann und der Gruppe der PDS/Linke Liste

Vorbemerkung

Das Bundesministerium für Verkehr stellte vor einigen Wochen für das Vorprogramm in Kinos den Spot „Indians" zur Verfügung. Dieser Spot ruft bei zahlreichen Kinobesucherinnen und -besuchern deutlichen Unmut hervor.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

Fragen6

1

Was veranlaßt die Bundesregierung zu der Annahme, der Spot fördere das Anliegen gegenseitiger Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer?

2

Stellt nach Ansicht der Bundesregierung das Überfahren eines Fußgängerüberweges ohne Halt trotz Passanten Rücksichtlosigkeit oder einen zu ahndenden groben Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung dar?

3

Warum wurden in dem Spot Vertreter eines Indogenen Volkes dargestellt und der Eindruck erweckt, diese kämen mit den sogenannten Errungenschaften der „modernen Zivilisation" (hier: ein Hochgeschwindigkeitsfahrzeug) nicht zurecht?

4

In welchem Zusammenhang steht die Aussage „Ältere Menschen hören schlechter ... " mit den handelnden Personen des Spots?

5

Erfüllt nach Auffassung der Bundesregierung der Spot den Tatbestand einer rassistischen Diskriminierung?

6

Wann wird der Spot aus den Kinos zurückgezogen?

Bonn, den 14. März 1994

Dr. Dagmar Enkelmann Dr. Gregor Gysi und Gruppe

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