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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Verseuchung von Arbeitern bei den Hanauer Nuklearfirmen (G-SIG: 11000086)

Radioaktive Verseuchung von Arbeitern bei den Firmen ALKEM und NUKEM sowie Haftung für gesundheitliche Schäden; Menge, Isotopenzusammensetzung und Endprodukt des verarbeiteten Plutoniums; Plutonium-Menge im Kernforschungszentrum Karlsruhe, Plutonium-Inhalt und Hersteller der Metallhülse bei der Lieferung an NUKEM und ähnlichen Lieferungen an andere Empfänger; Verhinderung falscher Etikettierung; rechtliche Beurteilung des Umgangs von NUKEM mit Plutonium und Stillegung von NUKEM und ALKEM

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

09.04.1987

Aktualisiert

07.11.2023

Deutscher BundestagDrucksache 11/6318.03.87

Verseuchung von Arbeitern bei den Hanauer Nuklearfirmen

der Abgeordneten Dr. Daniels (Regensburg), Frau Rust und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen16

1

Wie viele Arbeiter haben seit Betriebsbeginn der Firmen ALKEM und NUKEM radioaktive Stoffe auf deren Betriebsgelände inkorporiert?

2

Wie hoch ist die Strahlendosis der verseuchten Arbeiter?

3

Wer haftet für die zu erwartenden gesundheitlichen Schädigungen?

4

Inwieweit kann die Bundesregierung ausschließen, daß jetzt weitere Arbeiter kontaminiert wurden?

5

Mit welcher Menge Plutonium wurde, aufgeschlüsselt nach Jahren, bei NUKEM und ALKEM hantiert?

6

Welche Isotopenzusammensetzung hatte das verarbeitete Plutonium bei den Hanauer Nuklearfirmen?

7

Was war der Grund dieser Lieferung? Wie sollte die Lieferung weiterverarbeitet werden? Welches Endprodukt sollte hergestellt werden?

8

Wieviel Mikrogramm Plutonium waren in der Metallhülse bei der Lieferung aus dem Kernforschungszentrum Karlsruhe an NUKEM?

9

Hat die Bundesregierung Kenntnis, woher diese Metallhülse geliefert wurde?

10

Gibt es weitere Lieferungen der Herstellerfirma an das Kernforschungszentrum Karlsruhe? Wenn ja, welchen Umfang hatten und haben diese?

Wie lange wurden und werden diese Lieferungen im Kernforschungszentrum Karlsruhe gelagert?

11

Welche Menge Plutonium wird im Kernforschungszentrum Karlsruhe gelagert, verarbeitet und ausgeliefert?

12

Liefert das Kernforschungszentrum Karlsruhe ähnliche oder gleiche Metallhülsen an andere Empfänger, wie z. B. Krankenhäuser?

Wenn ja, welche sind dies und wie umfangreich sind die Lieferungen?

13

Kann die Bundesregierung eine weitere falsche Etikettierung von Proben oder Lieferungen ausschließen?

14

Welche Maßnahmen hat und wird die Bundesregierung ergreifen, so daß eine falsche Etikettierung nicht vorkommen kann?

15

Wie beurteilt die Bundesregierung aus juristischer Sicht den ungenehmigten Umgang der Firma NUKEM mit Plutonium?

16

Wann ist mit einer Weisung der Bundesregierung zur Stillegung von NUKEM und ALKEM zu rechnen?

Bonn, den 18. März 1987

Dr. Daniels (Regensburg), Ebermann, Frau Rust, Frau Schoppe und Fraktion

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