Erhöhte Arsenbelastung des Grund- und Trinkwassers in Bevern am Soiling
der Abgeordneten Frau Garbe und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
In Bevern am Soiling beträgt der Arsengehalt des Grund- und Trinkwassers bis zu 0,04 mg Arsen/Liter und erreicht damit den Grenzwert nach der Trinkwasserverordnung. Die Arbeitsgruppe „Krebserzeugende Umwelteinflüsse" des „Gesamtprogramms zur Krebsbekämpfung" der Bundesregierung hat allerdings im Herbst 1985 für eine Herabsetzung des Grenzwerts auf 0,01 mg Arsen pro Liter plädiert, da die krebserzeugende Wirkung von anorganischen Arsenverbindungen belegt ist.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Wodurch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anstieg der Arsenkonzentration in Bevern am Soiling bedingt?
Im Soiling stieg der Säuregehalt des Regenwassers im Zeitraum 1955 bis 1976 von pH 5,7 auf pH 4,1. Sieht die Bundesregierung einen Zusammenhang zwischen dem erhöhten Arsengehalt des Grundwassers und dem zunehmenden Säuregehalt des Regens, der eine verstärkte Auswaschung von Schwermetallen aus Gesteinen ermöglicht?
Wie beurteilt die Bundesregierung das von dem erhöhten Arsengehalt ausgehende Risiko für die Bevölkerung? Wie ist diese Einschätzung im Zusammenhang mit dem Vorschlag der o. g. Expertengruppe zu interpretieren?
Wird die Bundesregierung dem Votum der von ihr bestellten Expertenkommission folgen und den Grenzwert auf 0,01 mg Arsen pro Liter senken?
Liegen der Bundesregierung Daten vor, in welchen Gebieten und aufgrund welcher Ursachen der Arsengehalt des Grund- und Trinkwassers mehr als 0,01 mg/l beträgt?