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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Zukünftige AIDS-Politik der Bundesregierung (G-SIG: 11000618)

Haltung der Bundesregierung zur Meldepflicht für HIV-Infizierte und AIDS-Erkrankte und zu AIDS-Tests im Rahmen von Einstellungsuntersuchungen des öffentlichen Dienstes und bei Krankenhauspersonal sowie bei der Krankenhausaufnahme von Patienten

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit

Datum

07.08.1987

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/62521.07.87

Zukünftige AIDS-Politik der Bundesregierung

der Abgeordneten Frau Wilms-Kegel und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Kleine Anfrage

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Wird die Bundesregierung auch zukünftig, mindestens bis zum Ende der Legislaturperiode, bei ihrer ablehnenden Haltung sowohl gegenüber einer namentlichen Meldepflicht für HIV-Infizierte und AIDS-Erkrankte als auch gegenüber einer Änderung des Bundesseuchengesetzes mit dem Ziel, AIDS in die Reihe der meldepflichtigen Krankheiten aufzunehmen, bleiben?

2

Schließt die Bundesregierung aus, zumindest bis zum Ende der Legislaturperiode, daß es Routine-AIDS-Tests im Rahmen von Einstellungsuntersuchungen des öffentlichen Dienstes und bei Krankenhauspersonal sowie bei der Krankenhausaufnahme von Patienten geben wird?

3

Was gedenkt die Bundesregierung dagegen zu tun, wenn Routine-AIDS-Tests im Rahmen von Einstellungsuntersuchungen des öffentlichen Dienstes und bei Krankenhauspersonal sowie bei der Krankenhausaufnahme von Patienten auf Länderebene angeordnet werden?

4

Was gedenkt die Bundesregierung dagegen zu tun, daß ihre Rechtsauffassung, AIDS-Tests ohne Einverständnis der Patienten seien Körperverletzung, von Ärzten öffentlich abgelehnt wird und weiter AIDS-Tests ohne Einverständnis der Patienten durchgeführt werden?

Bonn, den 21. Juli 1987

Frau Wilms-Kegel Ebermann, Frau Rust, Frau Schoppe und Fraktion

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