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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Autobahn A 98, Gemarkung Rheinfelden (G-SIG: 11000750)

Kosten des Teilstücks Dinkelberg, Verkehrsprognosen, Umweltverträglichkeitsprüfung, Alternativtrassen bzw. -planungen

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

01.10.1987

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/82217.09.87

Autobahn A 98, Gemarkung Rheinfelden

der Abgeordneten Frau Teubner und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen8

1

Wie hoch werden die Kosten des Teilstücks Dinkelberg — zwischen Hagenbacherhof und Karsau — nach heutiger Rechnung sein?

2

a) Welche Ergebnisse der derzeit durchgeführten Probebohrungen auf der Autobahntrasse liegen der Bundesregierung bereits vor?

2

b) Ist der Bundesregierung bekannt, daß die Festigkeit des bisher durch die Probebohrung geförderten Materials (Kalkfaser) so gering ist, daß es als ungeeignet zum Auffüllen von Waldwegen bezeichnet wird?

2

c) Sind — aufgrund des instabilen Untergrunds — eventuell notwendig werdende Stütz- und andere Maßnahmen bereits in die Kostenberechnung für das Autobahnteilstück mit einbezogen?

3

Wie bewertet die Bundesregierung die Tatsache, daß die vom Bundesverkehrsministerium errechneten Verkehrsprognosen für die genannte Trasse etwa doppelt so hoch ausfallen wie die im Gutachten des Ingenieurbüros St. genannten?

4

a) Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus dem landschaftspflegerischen Begleitplan von 1983, in dem u. a. der Flächenverlust für die A 98 auf Gemarkung Rheinfelden mit 655 000 qm angegeben wird?

4

b) Wie stellt sich die Bundesregierung zur Forderung nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung für die genannte Trasse, wie sie jüngst auf Schweizer Seite für die Weiterführung der Autobahn im Kanton Aargau angekündigt wurde?

5

Ist der Bundesregierung bekannt, daß es zwei von Bauingenieuren entwickelte Alternativtrassen bzw. -planungen gibt, die — weil ortsnäher — besser zur Entlastung des Nahverkehrs akzeptiert würden, wesentlich flächensparender und umweltfreundlicher als die Trasse der A 98 sind und nur etwa die Hälfte der Aufwendungen für die A 98 kosten würden?

Bonn, den 17. September 1987

Frau Teubner Ebermann, Frau Rust, Frau Schoppe und Fraktion

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