Autobahn A 98, Gemarkung Rheinfelden
der Abgeordneten Frau Teubner und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen8
Wie hoch werden die Kosten des Teilstücks Dinkelberg — zwischen Hagenbacherhof und Karsau — nach heutiger Rechnung sein?
a) Welche Ergebnisse der derzeit durchgeführten Probebohrungen auf der Autobahntrasse liegen der Bundesregierung bereits vor?
b) Ist der Bundesregierung bekannt, daß die Festigkeit des bisher durch die Probebohrung geförderten Materials (Kalkfaser) so gering ist, daß es als ungeeignet zum Auffüllen von Waldwegen bezeichnet wird?
c) Sind — aufgrund des instabilen Untergrunds — eventuell notwendig werdende Stütz- und andere Maßnahmen bereits in die Kostenberechnung für das Autobahnteilstück mit einbezogen?
Wie bewertet die Bundesregierung die Tatsache, daß die vom Bundesverkehrsministerium errechneten Verkehrsprognosen für die genannte Trasse etwa doppelt so hoch ausfallen wie die im Gutachten des Ingenieurbüros St. genannten?
a) Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus dem landschaftspflegerischen Begleitplan von 1983, in dem u. a. der Flächenverlust für die A 98 auf Gemarkung Rheinfelden mit 655 000 qm angegeben wird?
b) Wie stellt sich die Bundesregierung zur Forderung nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung für die genannte Trasse, wie sie jüngst auf Schweizer Seite für die Weiterführung der Autobahn im Kanton Aargau angekündigt wurde?
Ist der Bundesregierung bekannt, daß es zwei von Bauingenieuren entwickelte Alternativtrassen bzw. -planungen gibt, die — weil ortsnäher — besser zur Entlastung des Nahverkehrs akzeptiert würden, wesentlich flächensparender und umweltfreundlicher als die Trasse der A 98 sind und nur etwa die Hälfte der Aufwendungen für die A 98 kosten würden?