BundestagKleine Anfragen
Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Weitere Behandlung des strahlenden Molkepulvers (G-SIG: 11001062)

Vorbereitung zur Dekontamination von radioaktiv verseuchtem Molkepulver unter Sicherheitsauflagen; Möglichkeiten der Endlagerung bzw. weiterer Lagerung im Eisenbahnwaggons ohne mikrobiologische und enzymatische Veränderungen; Verwendung einer überplanmäßigen Haushaltsausgabe von 6 Mio DM im 2. Vierteljahr 1987; Lagerkosten in Meppen, Straubing und Forstinning; Planungen für im Bundesbesitz befindliches verseuchtes Molkepulver

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

24.11.1987

Aktualisiert

19.01.2023

Deutscher BundestagDrucksache 11/104404.11.87

Weitere Behandlung des strahlenden Molkepulvers

der Abgeordneten Frau Saibold und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen8

1

Wieweit sind die Vorbereitungen zur Dekontamination in Lingen oder anderswo gediehen?

2

Wie wird bei der Dekontamination die Sicherheit von Arbeitern, Anwohnern, Boden, Luft und Wasser gewährleistet?

3

Welche Möglichkeiten der Endlagerung (z. B. in Glas eingeschlossen) oder/und welche Orte (z. B. Herfa Neurode) wurden und werden überprüft?

4

Staatssekretär Stroetmann erklärte in Hungen, daß das Molkepulver in der jetzigen Verpackung „ca. zwei Jahre haltbar" sei. Wie lange kann oder könnte das radioaktiv verseuchte Molkepulver in den Eisenbahnwaggons noch gelagert werden, ohne daß mikrobiologische oder enzymatische Veränderungen eintreten?

5

Wann ist mit dem Abtransport des in Mitterhartskirchen bei Straubing noch immer auf dem Bundeswehrgelände gelagerten Molkepulvers zu rechnen, und bis wann soll der Abtransport beendet sein?

6

In der Übersicht über die über- und außerplanmäßigen Ausgaben im 2. Vierteljahr des Haushaltsjahres 1987 — Drucksache 11/679 — werden 6 Millionen DM für die Kosten der Zwischenlagerung und Beseitigung radioaktiv kontaminierter Molke aufgeführt. Wie wurden diese Mittel im Detail verwendet?

7

Welche Kosten für Lagerung, Überwachung etc. entstanden bisher in a) Meppen, b) Straubing, c) Forstinning?

8

Laut Aussagen von Vertretern der Firma Meggle befinden sich über 2 000 Tonnen radioaktiv belastetes Molkepulver, welches in Forstinning gelagert wird, in Bundesbesitz. Treffen diese Angaben zu, was ist hiermit geplant und welche Zeiträume für die Beseitigung sind vorgesehen?

Bonn, den 4. November 1987

Frau Saibold Ebermann, Frau Rust, Frau Schoppe und Fraktion

Ähnliche Kleine Anfragen