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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

HTLV-I-Antikörpertests bei Blutspenden (G-SIG: 11002243)

Forderung nach routinemäßigen Tests von Blutspenden auf den HTLV-I-Antikörper in den USA, Konsequenzen für die Bundesrepublik Deutschland, Maßnahmen der Bundesregierung

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit

Datum

05.08.1988

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/269121.07.88

HTLV-I Antikörpertests bei Blutspenden

der Abgeordneten Frau Wilms-Kegel und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

In den USA wird seit einiger Zeit das routinemäßige Testen von Blutspenden auf HTLV-I Antikörper gefordert. Dieser Virus wird mit dem gehäuften Auftreten von T-Zell-Leukämie bei Erwachsenen mit tropischer spastischer Paraparese und mit Myelopathie in Zusammenhang gebracht. Man befürchtet dort, daß die Verbreitung dieses Virus über Blut oder Blutpräparate gefördert werden könne.

Dazu fragen wir die Bundesregierung:

Fragen3

1

Wie beurteilt die Bundesregierung die Tatsache, daß Vertreter des Transfusionswesens in den USA das routinemäßige Testen von Blutspenden auf den HTLV-I Antikörper fordern?

2

Welche Schlüsse zieht die Bundesregierung daraus im Hinblick auf das Blutspendewesen in der Bundesrepublik Deutschland?

3

Hat die Bundesregierung bereits etwas veranlaßt hinsichtlich dieser neuen Erkenntnisse, bzw. plant sie, das routinemäßige Testen der Blutspenden auf den HTLV-I Antikörper in der Bundesrepublik Deutschland festzuschreiben?

Bonn, den 21. Juli 1988

Frau Wilms-Kegel Dr. Lippelt (Hannover), Frau Schmidt-Bott, Frau Vennegerts und Fraktion

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