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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Atomtransporte der Firma Schencker (G-SIG: 11002693)

Transportbescheinigungen für die Fa. Schencker (100%ige Tochter der Deutschen Bundesbahn), Umfang der Transporte, Steigerung des Anteils an Schienentransporten von radioaktivem Material, Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen, In- und Exporttransporte von spaltbarem Material durch die Fa. Schencker, Transporte mit Castor-Behältern

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

19.08.1988

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/274404.08.88

Atomtransporte der Firma Schencker

des Abgeordneten Dr. Daniels (Regensburg) und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Daniels (Regensburg) und der Fraktion DIE GRÜNEN

Atomtransporte der Firma Schencker

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen14

1

Seit wann hat die Fa. Schencker, 100 %ige Tochter der Deutschen Bundesbahn, die Genehmigung, radioaktive Stoffe zu transportieren?

2

Welche Genehmigungen hierzu hat sie bisher erhalten? Welche Genehmigungen hat sie beantragt?

3

Welchen Anteil hat die Firma heute an den ca. 400 000 jährlich stattfindenden radioaktiven Transporten in der Bundesrepublik Deutschland an a) hochradioaktiven, b) mittelradioaktiven, c) schwachradioaktiven Materialien?

4

Welche anderen Firmen verfügen noch über Transportgenehmigungen von radioaktivem Material, wann laufen diese Genehmigungen aus, und ist geplant, daß diese Genehmigungen verlängert werden?

5

Plant die Bundesregierung, den prozentualen Anteil an Schienentransporten von radioaktivem Material zu steigern, und wenn ja, auf ungefähr welchen Prozentsatz? Wie hoch ist dieser Anteil heute?

6

Wieviel Schienenkilometer fallen schätzungsweise monatlich an Transporten radioaktiver Materialien an?

7

Welche Sicherheitsvorkehrungen wurden in diesem Jahr für den Transport radioaktiver Materialien geändert, und welche sollen in Zukunft noch geändert werden?

8

a) Welche Änderungen traten seit Anfang dieses Jahres ein, um Gemeinden, Städte, Länder und Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutzverbände besser über den Transport von radioaktiven Materialien zu informieren, und welche Verbesserungen sind noch bis Ende dieses Jahres geplant?

b) Wielange vorher werden die genannten Institutionen über Transporte durch ihr Territorium bzw. ihren Zuständigkeitsbereich informiert?

c) Welche Möglichkeiten haben Gemeinden, den Transport von radioaktiven Stoffen durch ihr Gebiet zu unterbinden?

9

Ist geplant, Ballungsgebiete bei dem Transport weiträumig zu umfahren? Wenn nein, warum nicht?

10

Wie sieht die genaue Kennzeichnungsanweisung für den Transport über das Schienennetz der Deutschen Bundesbahn und wie über das Straßennetz der Bundesrepublik Deutschland aus?

11

Führt die Firma Schencker auch Import- oder Exporttransporte von spaltbarem Material durch? Wie viele solcher Transporte haben seit dem 1. April 1988 schon stattgefunden? Wie viele Transporte werden wahrscheinlich bis zum Jahresende noch stattfinden?

12

Führt die Firma Schencker Transporte von radioaktiven Materialien durch? Wenn ja, wie viele haben seit dem 1. April 1988 stattgefunden und wie viele werden bis zum Jahresende schätzungsweise noch durchgeführt werden?

13

a) Ist geplant, aus Sicherheitsgründen radioaktive Transporte nur nachts fahren zu lassen?

b) Ist geplant, radioaktive Transporte vorwiegend nachts fahren zu lassen?

14

Führt die Fa. Schencker auch Transporte mit Castor-Behältern durch? Wenn ja, wie viele haben schon stattgefunden und wie viele sind noch bis Jahresende geplant?

Bonn, den 4. August 1988

Dr. Daniels (Regensburg) Dr. Lippelt (Hannover), Frau Schmidt-Bott, Frau Vennegerts und Fraktion

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