Lebenssituation der Bäuerinnen
der Abgeordneten Frau Flinner, Kreuzeder und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten führt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Landfrauenverband in diesem Jahr eine Befragung über die Lebenssituation der Bäuerinnen durch.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen9
Sind der Bundesregierung vor dieser Befragung bereits andere Untersuchungen und deren Ergebnisse zu diesem Thema bekannt, und wenn ja, welche?
Mit welchen Kosten rechnet die Bundesregierung für die Befragung und deren Auswertung, und von wem werden diese Kosten getragen?
Auf welche Weise hat die Bundesregierung sichergestellt, daß mit der Befragung repräsentative Ergebnisse erzielt werden?
Wann rechnet die Bundesregierung mit dem Abschluß der Auswertung der Befragung, und in welcher Weise plant sie die Veröffentlichung der Ergebnisse?
Beabsichtigt die Bundesregierung, bereits vor Abschluß der Auswertung einen Zwischenbericht zu geben?
Welche Maßnahmen wird die Bundesregierung aufgrund dieser Erkenntnis ergreifen, um die Situation der Bäuerinnen zu verbessern?
Schon zum jetzigen Zeitpunkt steht fest und wird von der Bundesregierung anerkannt, daß die Bäuerinnen überdurchschnittlichen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt sind und daß ihre soziale Absicherung unzureichend ist.
Die laufende Befragung wird diese Erkenntnis bestätigen.
Welche finanziellen Mittel wird die Bundesregierung zum Ergreifen dieser Maßnahmen aufwenden und innerhalb welchen Zeitraumes?
Beabsichtigt die Bundesregierung, schon vor Abschluß der Befragungsauswertung vorläufige Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Bäuerinnen zu ergreifen?
Wenn ja, welche?
Wie läßt sich nach Ansicht der Bundesregierung die Tatsache, daß einerseits durch die agrarpolitischen Rahmenbedingungen sich der wirtschaftliche Druck auf die bäuerlichen Betriebe mit Einkommensverschlechterungen und entsprechend höherer Arbeitsbelastung für alle in den Betrieben Arbeitenden verstärkt, damit vereinbaren, daß andererseits dringend Schritte zur Entlastung und Verbesserung der Situation der Bäuerinnen ergriffen werden müssen?