Knochenmarkspenden und Knochenmarktransplantationen in der Bundesrepublik Deutschland
der Abgeordneten Frau Wilms-Kegel und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Die Transplantation von Knochenmark stellt für leukämiekranke Kinder oft eine letzte Chance zur Heilung dar. Die Untersuchungen, die zur Bestimmung geeigneter Spenderinnen und Spender erforderlich sind, sind jedoch teilweise riskant und sehr aufwendig.
Dazu fragen wir die Bundesregierung:
Fragen9
Wie hoch schätzt die Bundesregierung den Bedarf an typisierten Knochenmarkspenderinnen und -spendern, wenn in der Bundesrepublik Deutschland die Knochenmarktransplantation zu einer realistischen Rettungsmöglichkeit für leukämiekranke Kinder werden soll?
Wie viele leukämiekranke Kinder würden davon profitieren, wenn es in der Bundesrepublik Deutschland ein umfassendes Verzeichnis von typisierten Knochenmarkspenderinnen und -spendern gäbe?
Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Kosten, die zur Errichtung eines ausreichenden Verzeichnisses von typisierten Knochenmarkspenderinnen und -spendern aufgewendet werden müßten?
Hält die Bundesregierung die Errichtung eines ausreichend großen Spenderverzeichnisses für notwendig und sinnvoll, und betrachtet sie dessen Finanzierung als ihre Aufgabe?
Seit bzw. ab wann fördert die Bundesregierung die Errichtung von Knochenmarkspenderdateien?
Wer trägt das Risiko und die Kosten für Folgeerkrankungen, die im Zusammenhang mit der Typisierung des Spenders und einer Knochenmarkspende auftreten können?
Wird die Vermittlung von geeigneten Spenderinnen und Spendern von den bereits existierenden Spenderdateien zum Selbstkostenpreis vorgenommen, oder gibt es auch kommerziell betriebene Spenderdateien?
In welchem Umfang fördert die Bundesregierung derzeit Forschungsprojekte, die sich mit der Erforschung und Bekämpfung der Ursachen der Leukämie befassen?
Um welche Forschungsprojekte handelt es sich im einzelnen, wo, von wem und mit welcher Förderungsdauer werden sie durchgeführt?