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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Mögliche Standorte für eine Tiefenversenkung tritiumhaltiger Abwässer aus der Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf (G-SIG: 11002728)

Konkrete, von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) für eine Verpressung geeignete Standorträume in Bayern, u.a. Gebiete bei Rosenheim und Moosburg, Kriterien für die Standortauswahl

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

02.09.1988

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/279117.08.88

Mögliche Standorte für eine Tiefenversenkung tritiumhaltiger Abwässer aus der Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf

des Abgeordneten Weiss (München) und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

In der Schriftlichen Frage des Abgeordneten Weiss (München) vom 3. August 1988 — Drucksache 11/2778 — wurde nach konkreten Standorten für eine Tiefenversenkungsanlage tritiumhaltiger Abwässer gefragt, die im Auftrag der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bei einer grobrastrigen Bewertung eignungsfähiger Regionen anhand von Literaturdaten über die geologischen Verhältnisse in Bayern für geeignet befunden worden sind.

In seiner Antwort vom 8. August 1988 geht der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit überhaupt nicht auf die gestellte Frage nach konkreten Standorten ein. Dies veranlaßt uns, die Bundesregierung konkreter und umfangreicher zu fragen:

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen7

1

Hat der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die Schriftliche Frage insoweit richtig verstanden, daß mit der Frage die konkreten, von der BGR für geeignet befundenen Standorträume erfragt worden sind?

Wenn ja, warum hat er dann nicht dementsprechend geantwortet?

2

Ist die Untersuchung der BGR geheim?

Welche Geheimhaltungsgründe gibt es gegebenenfalls?

3

Welche sind die (mindestens) fünf Gebiete, die als geeignet befunden worden sind?

4

Kann die Bundesregierung mit Sicherheit ausschließen, daß die ausgebeuteten Erdölfelder bei Rosenheim, ein Gebiet also, in dem auch Trinkwassergewinnungsanlagen der Landeshauptstadt München liegen, für die Verpressung in Frage kommen?

Ist dieses Gebiet in der BGR-Studie für geeignet befunden worden?

5

Kann die Bundesregierung mit Sicherheit ausschließen, daß die Versenkungsanlage einer Chemie-Firma in Moosburg, in der derzeit säurehaltige Abwasser versenkt werden, auch für die tritiumhaltigen Abwässer aus der WAA verwendet wird?

Ist der Raum Moosburg in der BGR-Studie für geeignet befunden worden?

6

Wer wird bis wann eine Entscheidung über einen Standort für eine Tiefenversenkungsanlage tritiumhaltiger Abwässer treffen?

7

Welche sind die Prüfkriterien, die an die Standortauswahl angelegt werden?

Bonn, den 17. August 1988

Weiss (München) Dr. Lippelt (Hannover), Frau Schmidt-Bott, Frau Vennegerts und Fraktion

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