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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Stillegung der DB-Nebenstrecken Pronsfeld-Waxweiler und Pronsfeld-Bleialf (G-SIG: 11002910)

Genehmigung zur Stillegung bereits am 21.7.1971, evtl. Investitionen nach der Stillegungsgenehmigung, Zeitpunkt der tatsächlichen Stillegung, jährliches Transportaufkommen im Güterverkehr seit 1968, Rückgang des Transportaufkommens im Schienengüterverkehr auf den Strecken Gerolstein-Prüm bzw. Gerolstein-Trier, finanzieller Aufwand für den Rückbau der Strecken, Wert des noch brauchbaren Materials

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Verkehr

Datum

20.10.1988

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/307306.10.88

Stillegung der DB-Nebenstrecken Pronsfeld-Waxweiler und Pronsfeld-Bleialf

der Abgeordneten Weiss (München), Frau Rock und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Im vergangenen Jahr wurden in der Eifel zwei DB-Nebenstrekken, Pronsfeld-Waxweiler und Pronsfeld-Bleialf, abgerissen. Die DB war bereits seit dem 21. Juli 1971 im Besitz einer Genehmigung zur Gesamtstillegung, dennoch wurde der Betrieb, auch Personensonderzugfahrten, noch 16 Jahre weitergeführt.

1987 erfolgte der Abriß, der sich über einen sehr langen Zeitraum hingezogen hat.

Dazu fragen wir die Bundesregierung:

Fragen10

1

Wann wurden von der DB die Anträge zur Stillegung des Personenverkehrs, zur Gesamtstillegung auf den o. g. Bahnstrecken gestellt, und wann wurden die Genehmigungen erteilt?

2

Wie wurde die Gesamtstillegung der o. g. Strecken betriebs- und volkswirtschaftlich begründet?

3

Wurden in den 16 Jahren nach Erteilen der Stillegungsgenehmigung Investitionen in die Strecke und/oder in die Fahrzeuge getätigt?

Wenn ja, welche und wie hoch war der finanzielle Umfang dieser Investitionen?

4

Wann erfolgte die tatsächliche Stillegung der o. g. Strecken, und wurde bei dieser endgültigen Betriebseinstellung geprüft, ob sich die Voraussetzungen zur Stillegung in den letzten 16 Jahren geändert haben?

Wenn nein, warum nicht?

5

Wie hoch war das jährliche Transportaufkommen im Güterverkehr auf den beiden Strecken seit 1968?

6

Wie hoch wird der Rückgang des Transportaufkommens im Schienengüterverkehr auf den Strecken Gerolstein—Prüm bzw. Gerolstein—Trier, verursacht durch die Stillegung der o. g. Zweigstrecken, eingeschätzt, bzw. wie stark ist das Güterverkehrsaufkommen tatsächlich auf diesen Strecken zurückgegangen?

7

Von wann bis wann dauerte der Rückbau der Strecken, bzw. wie viele Menscharbeitsstunden waren notwendig?

8

Wie hoch war der finanzielle Aufwand für den Rückbau der Strecken für Personal und Betriebsmittel?

9

Wie hoch ist der Wert des ausgebauten Materials, wann konnte es wiederverwertet werden, und welche Erlöse wurden aus dem Verkauf der Grundstücke bisher erzielt?

10

Trifft es zu, daß der Abriß der beiden Strecken teurer war als das noch brauchbare Material an Wert hatte?

Bonn, den 6. Oktober 1988

Weiss (München) Frau Rock Dr. Lippelt (Hannover), Frau Schmidt-Bott, Frau Vennegerts und Fraktion

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