Hohe Konzentrationen des Insektizids Toxaphen in Fischen und Fischprodukten
der Abgeordneten Frau Garbe und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Kleine Anfrage der Abgeordneten Frau Garbe und der Fraktion DIE GRÜNEN Hohe Konzentrationen des Insektizids Toxaphen in Fischen und Fischprodukten
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Ist der Bundesregierung bekannt, daß an der Gesamthochschule Kassel hohe Konzentrationen des Insektizids Toxaphen — es ist seit 1980 in der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr zugelassen — in Fischen und Fischprodukten gefunden wurden? Wenn ja, seit wann?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Ergebnisse der Untersuchungen, nach denen — in Lebertran im Durchschnitt Konzentrationen zwischen 5,8 und 7,1 ppm, im Extremfall bis zu 279 ppm, — in Lebertrankapseln bis zu 6,5 ppm, — in Heilbuttleberöl, Boni-Caps-Kapseln und Ameu-Lachsöl zwischen 1,2 und 6,5 ppm, - in Dorschleberkonserven 3,7 ppm und — in Fischen zwischen 0,2 und 3,5 ppm gefunden wurden, im Hinblick auf die gesundheitlichen Konsequenzen für die Verbraucher/innen?
Sieht die Bundesregierung die Notwendigkeit, derartig mit Toxaphen belastete Fische und Fischprodukte aus dem Verkehr zu ziehen?
Sieht die Bundesregierung angesichts der Untersuchungsergebnisse die Notwendigkeit, Höchstmengen für Toxaphen und andere chlororganische Verbindungen festzulegen? Wenn ja, bis zu welchem Zeitpunkt und mit welchen Höchstmengen?
Liegen der Bundesregierung weitere Untersuchungen über Toxaphenrückstände in Lebensmitteln vor, und wenn ja, welche?
Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Toxaphengehalte von Textilien, im Durchschnitt und im Extremfall?