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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Mögliche Schadenszahlungen aus Hermes-Bürgschaften für Atomkraftwerk in Brasilien (G-SIG: 11003447)

Höhe der Hermes-Bürgschaften im Zusammenhang mit den brasilianischen Atomkraftwerken Angra II und III, Verlangen der Weltbank nach einer Wirtschaftlichkeitsstudie für Angra III, Höhe der Schadenszahlungen bei Einstellung der Bauarbeiten, Eintreten von Teilen der Bundesregierung für einen zweiten Energiesektorkredit der Weltbank für Brasilien wegen Lieferinteressen der deutschen Atomindustrie

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft

Datum

21.02.1989

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/394530.01.89

Mögliche Schadenszahlungen aus Hermes-Bürgschaften für Atomkraftwerke in Brasilien

des Abgeordneten Volmer und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

In welcher Höhe hat die Bundesregierung Hermes-Bürgschaften im Zusammenhang mit dem brasilianischen Atomkraftwerk Angra II übernommen?

2

In welcher Höhe hat die Bundesregierung Hermes-Bürgschaften im Zusammenhang mit dem brasilianischen Atomkraftwerk Angra III übernommen?

3

Kann die Bundesregierung Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 23. Januar 1989 bestätigen, wonach die Weltbank den Bau von Angra II (zu 70 v. H. fertiggestellt) akzeptiert hat, während sie für Angra III (zu 45 v. H. fertig) eine Wirtschaftlichkeitsstudie verlangt hat?

4

Trifft es nach Kenntnis der Bundesregierung zu, daß eine solche Wirtschaftlichkeitsstudie die Einstellung der Bauarbeiten an Angra III wegen überhöhter Stromgewinnungskosten nach sich ziehen würde?

5

Wie hoch wären die Schadenszahlungen, die die Bundesregierung aufgrund von Hermes-Bürgschaften zu tragen hätte, wenn Angra III nicht fertiggestellt würde?

6

Trifft es zu, daß gewisse Kräfte in der Bundesregierung (darunter vor allem das Bundeswirtschaftsministerium) deshalb so vehement für eine Zustimmung der Bundesregierung zum geplanten zweiten Energiesektorkredit der Weltbank für Brasilien eintreten, weil hier Lieferinteressen der bundesdeutschen Atomindustrie unmittelbar berührt sind?

Bonn, den 30. Januar 1989

Volmer Dr. Lippelt (Hannover), Frau Oesterle-Schwerin, Frau Dr. Vollmer und Fraktion

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