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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Sanfter Tourismus (G-SIG: 11003491)

Begriffsklärung und Zielvorstellung, Fördermöglichkeiten, Umweltverträglichkeitsprüfungen für touristische Großprojekte, evtl. Zusammenarbeit zwischen Bundesministerien und Organisationen, die sich mit "sanftem Tourismus" beschäftigen

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft

Datum

06.03.1989

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/398113.02.89

Sanfter Tourismus

der Abgeordneten Frau Saibold und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Der Fremdenverkehr hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem beträchtlichen Wirtschaftsfaktor herausgebildet. Auch im Hinblick auf den EG-Binnenmarkt herrscht eine geradezu euphorische Stimmung in der Fremdenverkehrswirtschaft. Allerdings werden die negativen Auswirkungen eines ungebremsten Fremdenverkehrs immer deutlicher. Eine Umorientierung und Umstrukturierung des Fremdenverkehrs ist unerläßlich.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

Fragen8

1

Inwieweit ist „sanfter Tourismus" im Sinne von umwelt- und sozialverträglichem Fremdenverkehr Zielvorstellung für die Bundesregierung?

2

Was versteht die Bundesregierung konkret unter „sanftem Tourismus"?

3

Gibt es Hinweise oder Untersuchungen für ein

„sanftes" Nachfragepotential,

„sanfte" Angebote (Ansätze für sanften Tourismus)?

4

Welche Bundesministerien beschäftigen sich in welcher Form mit „sanftem Tourismus "?

5

Welche Fördermöglichkeiten gibt es auf Bundes- und auf Länderebene für Projekte des „sanften Tourismus"?

6

Welche Bemühungen bestehen, Umweltverträglichkeitsprüfungen insbesondere auch für touristische Infrastruktur- und -großprojekte, auch im Hinblick auf den EG-Binnenmarkt, verbindlich festzuschreiben?

7

Welche Organisationen beschäftigen sich nach Kenntnis der Bundesregierung auf Bundesebene mit „sanftem Tourismus" und in welcher Form?

8

Welche Bundesministerien arbeiten mit diesen Gruppen (welchen) zusammen oder bei welchen Bundesministerien wird eine solche Zusammenarbeit angestrebt?

Bonn, den 13. Februar 1989

Frau Saibold Dr. Lippelt (Hannover), Frau Oesterle-Schwerin, Frau Dr. Vollmer und Fraktion

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