Stand des Afrika-Sonderprogramms der führenden westlichen Industriestaaten
der Abgeordneten Frau Eid und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Kleine Anfrage der Abgeordneten Frau Eid und der Fraktion DIE GRÜNEN Stand des Afrika-Sonderprogramms der führenden westlichen Industriestaaten
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen3
Kann die Bundesregierung die folgenden Meldungen von epd-Entwicklungspolitik im Heft 4/1989 (Februar) mit Bezug auf das Afrika-Sonderprogramm bestätigen:
Bisher sind erst fünf afrikanische Länder (Zentralafrikanische Republik, Madagaskar, Mali, Niger und Tansania) in den Genuß der während der letzten Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) Ende September in Berlin (West) verkündeten Maßnahmen gekommen.
Für diese Länder wurde der Schuldendienst lediglich um 10 Mio. US-Dollar gesenkt, was 2 Prozent der 1987 geleisteten Zahlungen entspricht.
1988 betrug die Schuldendienstrate (langfristige, fällige Verbindlichkeiten) bei Madagaskar 95,7, bei Tansania 85,3 und bei Niger 57 Prozent?
Wie beurteilt die Bundesregierung diese minimale Erleichterung der Schuldenlast für die afrikanischen Länder, insbesondere vor dem Hintergrund des vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dr. Köhler, im Vorfeld der IWF/Weltbank-Jahrestagung verkündeten Ziels, die Schuldendienstrate auf 20 bis 25 Prozent zu senken?
Welche Initiativen wird die Bundesregierung bei der anstehenden Frühjahrstagung von IWF und Weltbank im Hinblick auf Schuldendiensterleichterungen für die afrikanischen Länder ergreifen?