Anfrage Postneubau in Netphen
der Abgeordneten Frau Rock und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage — Drucksache 11/3782 — führt die Bundesregierung — Drucksache 11/3825 — u. a. aus: „Die deutlichen monetären Fakten (Kostenvorteil von mehreren Mio. DM) bei etwä gleichbewerteten nichtmonetären Kriterien (Dienstgüte / Realisierbarkeit / Zukunftssicherheit / Reaktionen) wiesen den Standort Netphen als optimale Lösung aus.“
Ist der Bundesregierung bekannt, daß eine interne Analyse der OPD Dortmund die nichtmonetären Kriterien zugunsten des Standortes Siegen bewertet?
Insbesondere die verkehrliche Erschließung — Erreichbarkeit des Gebäudes mit Fahrzeugen des ÖPNV — wird in dieser Berechnung negativ bewertet.
Welche konkreten Schritte wird die Bundesregierung einleiten, damit der geplante Verwaltungsneubau der Deutschen Bundespost mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann? Denkt sie hierbei auch an eine Wiederinbetriebnahme der Kleinbahn bzw. an einen S-Bahn-artigen Ausbau der Kleinbahnstrecke?
Falls ja, in welcher Höhe ist eine finanzielle Förderung der Wiederinbetriebnahme aus Bundesmitteln vorgesehen?
Ist die Bundesregierug bereit, vor Beginn der Baumaßnahmen für den Verwaltungsneubau eine UPV durchzuführen?
Ist die Bundesregierung bereit, das geplante Verwaltungsgebäude an die Landschaft und die bestehende Bebauung anzupassen (viergeschossige Bebauung)?
Warum sollen in diesem Verwaltungsneubau in dem geplanten Umfang Reserve- und Erweiterungsflächen vorgehalten werden?
Beabsichtigt die Deutsche Bundespost, in dem geplanten Gebäude auch heute in Siegen untergebrachte bestehende Dienste zu verlagern (Aufgabe des Bereiches Friedrich-Wilhelm Straße und Leimbachstraße)?