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Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Vermeidung von Sonderabfällen (G-SIG: 11003799)

Reduzierung von Sonderabfällen bis Ende 1989 und bis Ende der 90er Jahre, Gefahr eines Entsorgungskollapses

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

03.07.1989

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/ 4743 (neu)13.06.89

Vermeidung von Sonderabfällen

der Abgeordneten Frau Hensel und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

In Anbetracht des Entsorgungsnotstands bei Sonderabfällen rücken die Möglichkeiten zur Ursachenbekämpfung, d. h. die Möglichkeiten zur Vermeidung und Verringerung der Sonderabfälle direkt am Entstehungsort, immer mehr in den Mittelpunkt der Diskussion.

In diesem Zusammenhang haben die Wissenschaftler des Umweltbundesamtes bereits in ihrem Jahresbericht für 1986 wegweisende Vorschläge gemacht. Dort wurde die mögliche Verringerung bis Ende 1989 auf 30 bis 35 Prozent und bis Ende der 90er Jahre auf 50 bis 60 Prozent geschätzt.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um die vom Umweltbundesamt als realistisch eingeschätzten Reduktionsmöglichkeiten bis Ende 1989 zu erreichen?

2

Welche tatsächlichen Entwicklungen bei Menge und Zusammensetzung der Sonderabfälle erwartet die Bundesregierung bis Ende 1989?

3

Welche Maßnahmen wird die Bundesregierung ergreifen, um die vom Umweltbundesamt geschätzten Verringerungsmöglichkeiten beim Sondermüll bis Ende der 90er Jahre zu erreichen?

4

Wie weit muß der vom Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit apostrophierte „Entsorgungskollaps" Wirklichkeit werden, bis sich die Bundesregierung ihrer Eingriffsmöglichkeiten in die Produktionsstrukturen zur Vermeidung und Verringerung des Sondermüllaufkommens bewußt wird?

Bonn, den 13. Juni 1989

Frau Hensel Dr. Lippelt (Hannover), Frau Oesterle-Schwerin, Frau Dr. Vollmer und Fraktion

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