Verwendung von Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) in Arzneimitteln
der Abgeordneten Frau Wilms-Kegel und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
In jüngster Zeit ist die Problematik der Schädigung der Ozonschicht durch den Gebrauch von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) stark in die öffentliche Diskussion getreten.
Neben der Verwendung von FCKW in Spraydosen oder in Kühlschränken muß auch der Aspekt der Verwendung in Arzneimitteln mitberücksichtigt werden. Sein Anteil am Gesamtverbrauch von FCKW beträgt immerhin 1,5 Prozent, das sind ca. 1 000 Tonnen jährlich.
Es handelt sich hierbei um medizinische Sprays, wobei hier erwähnt sei, daß Sprays für Asthmakranke bisher auf FCKW nicht verzichten können, da der Ersatz durch andere Treibgase die Gefahr der Schädigung der Atemwege mit sich bringen kann.
Unter diesem Gesichtspunkt fragen wir die Bundesregierung:
Fragen5
Ist der Bundesregierung bekannt, welche Human-Arzneimittel FCKW enthalten?
Wenn nein, sieht die Bundesregierung keine Notwendigkeit, zum Schutz der Umwelt und somit der Menschheit eine Erfassung solcher Medikamente vorzuschreiben?
Wenn ja, um wie viele und welche Medikamente handelt es sich, wie viele davon sind Asthma-Mittel?
Erwägt die Bundesregierung eine Deklarationspflicht für FCKW-haltige Arzneimittel, die der Information des Verbrauchers dienen und bei umweltbewußtem Verhalten zum Rückgang der Verwendung von FCKW-haltigen Arzneimitteln führen kann?
Welche konkreten Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, bei Arzneimitteln mit dem Bestandteil FCKW ganz oder teilweise auf diesen Stoff zu verzichten?