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Kleine AnfrageWahlperiode 16Beantwortet

Abwerbung von Krankenpflegekräften aus armen Ländern (G-SIG: 16010598)

Bedarf an Krankenpflegekräften, Abwerbung durch Einrichtungen des Gesundheitswesens <p> </p>

Fraktion

DIE LINKE

Datum

06.06.2006

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 16/154918. 05. 2006

Abwerbung von Krankenpflegekräften aus armen Ländern

der Abgeordneten Inge Höger-Neuling, Frank Spieth, Klaus Ernst und der Fraktion DIE LINKE.

Vorbemerkung

Ausbildungskapazitäten in der Krankenpflege gehen seit Jahren zurück. Von einem Rückgang des Bedarfs an ausgebildeten Kräften kann aber nicht gesprochen werden. Nach einer Mitteilung der Vereinten Nationen vom 6. April 2006 werben die Industrienationen ausgebildete Krankenpflegekräfte vor allem in Asien und Afrika ab.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen7

1

Beteiligt sich die Bundesrepublik Deutschland an der Abwerbung ausgebildeter oder angelernter Krankenpflegekräfte im Ausland?

2

Wenn ja, auf welche Weise und mit welchen Ergebnissen?

3

Was weiß die Bundesregierung über die Abwerbung von Krankenpflegekräften durch deutsche Einrichtungen des Gesundheitswesens?

4

Wie bewertet die Bundesregierung die Tatsache, dass in 57 Ländern ein akuter Mangel an Krankenpflegekräften herrscht und gleichzeitig von den Industrienationen Pflegekräfte abgeworben werden?

5

Wie hat sich die Zahl der Ausbildungsplätze in der Krankenpflege in Deutschland seit 1990 entwickelt?

6

Welchen Bedarf an Krankenpflegekräften erkennt die Bundesregierung derzeit pro Kopf der Bevölkerung? Welche Bedarfsentwicklung erkennt sie für die nächsten zehn Jahre?

7

Wie will die Bundesregierung dazu beitragen, dass dieser Bedarf gedeckt wird?

Berlin, den 17. Mai 2006

Inge Höger-Neuling Frank Spieth Klaus Ernst Dr. Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Fraktion

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