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Kleine AnfrageWahlperiode 11Nicht abgeschlossen - Einzelheiten siehe Vorgangsablauf

Neue unkonventionelle Therapiemethoden (G-SIG: 11005397)

Programm der Organisation "World Government of the Age of Enlightenment", Yoga-System des indischen Gelehrten Yogi; Präventivmedizin: Rolle der Transzendentalen Meditation

Fraktion

Die Grünen/Bündnis 90

Datum

29.10.1990

Aktualisiert

26.07.2022

BT11/842629.10.1990

Neue unkonventionelle Therapiemethoden

Kleine Anfrage

Volltext (unformatiert)

[Deutscher Bundestag 11. Wahlperiode Drucksache 11/8426 29.10.90 Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Daniels (Regensburg) und der Fraktion DIE GRÜNEN/Bündnis 90 Neue unkonventionelle Therapiemethoden I. Da die Gegenwartskrisen offensichtlich nicht allein durch herkömmliche Reformen lösbar sind, erscheint eine tiefer greifende Neugestaltung unserer Zivilisation erforderlich. Diese Innovation erfordert unkonventionelle Gedanken und Methoden, ein hohes Maß an Kreativität, Bereitschaft zum Loslösen von altvertrauten Strukturen sowie Durchsetzungsvermögen. Das Ziel einer Zivilisationsform, deren individuelle, soziale, wirtschaftliche und ökologische Funktionen im Einklang mit den Gesetzmäßigkeiten der Natur stehen, kann nur durch ganzheitlich wirkende Maßnahmen erreicht werden, die nicht nur bei technischen oder administrativen Strukturen ansetzen, sondern hauptsächlich beim Menschen selbst, der wiederum dann die bestehenden Strukturen beeinflussen kann. In Anbetracht dieser Ausgangsbasis erscheint es sinnvoll, bei der Suche nach neuen Lösungswegen besonders die bisher wenig beachteten Ansätze kritisch zu prüfen. Von Interesse ist hier die von dem indischen Gelehrten Maharishi Mahesh Yogi begründete internationale Organisation „World Government of the Age of Enlightenment" , eine politisch und konfessionell nicht gebundene Institution, die ihre Aufgabe in der Kultivierung individuellen und kollektiven Bewußtseins sieht, um dadurch Leben im Einklang mit der Natur zu fördern. In diesem Zusammenhang fragen wir die Bundesregierung: 1. Ist der Bundesregierung bekannt, daß die Organisation „World Government of the Age of Enlightenment" im Rahmen ihres „Masterplan to Create Heaven on Earth" weltweit Programme zu Förderung folgender Ziele entwickelt hat: — Ideale Erziehung und Bildung, — vollkommene Gesundheit, — wirtschaftlicher Wohlstand und Unabhängigkeit, — perfekte Regierung, —unbesiegbare Verteidigung für jedes Land, — erfolgreiche Rehabilitation von Strafgefangenen und Suchtkranken, —ertragreiche ökologische Landwirtschaft., und daß in diesem Zusammenhang weltweit Initiativen zum Abbau von Armut und zur Verbesserung der Lebensbedingungen insbesondere auch der wirtschaftlich unterentwickelten Bevölkerungsteile ergriffen worden sind? 2. Wie bewertet die Bundesregierung die hierbei verwendete ganzheitliche Methode in folgenden Bereichen: — Förderung von kreativer Intelligenz in Bildung und Ausbildung, — Schaffung von Arbeitsplätzen —Verbesserung der medizinischen Versorgung und der Prävention, — Humanisierung der Arbeitswelt, —Förderung menschen- und umweltgerechter städtebaulicher Maßnahmen? II. Maharishi Mahesh Yogi hat in den vergangenen Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit westlichen Wissenschaftlern und Vertretern der vedischen Wissenstradition Indiens ganzheitliche Erkenntnisse über den Menschen wiederbelebt und auf die Probleme unserer Zeit angewendet. Als Ergebnis dieser Forschungs- und Entwicklungstätigkeit stehen heute Verfahren zur Verfügung, deren nähere Untersuchung lohnend erscheint, da durch sie Streß und Streßfolgen abgebaut, die Gesundheit verbessert, brachliegende Persönlichkeits- und Kreativitätspotentiale entfaltet, höhere Bewußtseinszustände entwickelt und die soziale Harmonie gefördert werden können. Das universale Anliegen dieses als „Maha rishi Vedic Science and Technology" (MVST) eingeführten Problemlösungsansatzes ist ein „Bündnis mit der Evolutionskraft der Natur", um eine ganzheitliche Mobilisierung der Selbstregeneration und Selbstentfaltung im menschlichen Organismus und seiner Umgebung zu erreichen. Nach bisherigen Erkenntnissen zeichnen sich die hierfür verwendeten Methoden durch folgende Eigenschaften aus: —Ganzheitliche Funktionsweise, —Fehlen von schädlichen Nebenwirkungen, —mühelose Handhabung, —hohe Wirksamkeit, — günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis, — Systematik und Reproduzierbarkeit. Von praktischer Bedeutung erscheinen vor allem folgende Aspekte der MVST: Maharishi Ayurveda: Die durch ein neues Verständnis wiederbelebte jahrtausendealte Naturmedizin Indiens bietet therapeutische und prophylaktische Ansätze in allen Bereichen des Organismus - vom Bewußtsein und den Sinnen bis zum Verdauungs-, Muskel- und Skelettsystem. Zwanzig ganzheitlich wirkende Ansätze - darunter die Verwendung von Hunderten von pflanzlichen und mineralischen Heilmitteln und Nahrungsergänzungen - stehen als kostengünstige Alternative zur Behandlung von chronischen Krankheiten und für eine generelle Hebung der Volksgesundheit durch wirksame Formen der Prävention zur Verfügung. Maharishi Gandharva Veda: Musiktherapeutische Verfahren zur Harmonisierung von Seele, Geist, Körper und Umwelt. Maharishi Sthapatya Veda: Zeitlose natürliche Prinzipien von Architektur und Städteplanung, die Gesundheit und Selbstverwirklichung und ökologisches Gleichgewicht fördern. Psychophysiologisch wirksame medita tive Verfahren: —Transzendentale Meditation (TM) —TM-Sidhi-Programm. Durch diese im Yoga-System wiederentdeckten, mühelosen mentalen Übungen wird im Organismus auf natürliche Weise ein Zustand „reinen Bewußtseins" und „ruhevoller Wachheit" herbeigeführt. Dieser als „Zustand der geringsten Anregung des Bewußtseins" und Quelle aller psychischen Aktivität erfahrene Funktionsmodus des körperlich-geistigen Systems bewirkt eine Koordination der Abläufe im Organismus mit den universalen Gesetzmäßigkeiten der inneren Ganzheit. Er vermittelt größere Ruhe und Entspannung als selbst der Tiefschlaf und bewirkt so einen nachhaltigen Abbau von Streß und Streßfolgen sowie die Steigerung von Kreativität, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Diese meditativen Verfahren, zu denen bereits viele wissenschaftliche Untersuchungen vorliegen, bieten eine wirksame „Hilfe zur Selbsthilfe" für den einzelnen Menschen. Darüber hinaus liefern sie Problemlösungsansätze in verschiedenen Gesellschaftsbereichen. Welche Schritte hat die Bundesregierung bisher unternommen, die das wissenschaftliche Verständnis dieser Verfahren und ihre praktische Verwendung in der Bundesrepublik Deutschland fördern? III. Präventivmedizin Auffallend bei den Bemühungen um die Neustrukturierung des Gesundheitswesens ist die Tatsache, daß sie trotz allen Engagements den langfristig, wichtigsten Gesichtspunkt außer acht lassen; die Frage, wie in Zukunft verhindert werden kann, daß die Menschen trotz der Rekordausgaben für medizinische Versorgung nicht gesünder werden. Solange wir bei diesem Grundproblem keine deutlichen Fortschritte erzielen und die Kostenlawine auf diese Weise dämpfen, müssen jede noch so ausgeklügelte Umverteilung der Krankheitskosten und alle von wem auch immer zu erbringenden Opfer vordergründiges Flickwerk bleiben. Hier gilt es, schnell und entschieden neue Wege zu erkunden und zu beschreiten. Vor allem sind erforderlich: — Die breitenwirksame Anwendung effektiver Verfahren der Prävention, — der verstärkte Einsatz nebenwirkungsfreier Behandlungsformen. Angesichts der hohen Beteiligung psychosomatischer Komponenten am Krankheitsgeschehen erscheint — neben anderen Maßnahmen — eine wirksame Streßhygiene als ein besonders wichtiger Ansatzpunkt. 1. Ist ihr bekannt, daß über die psychophysiologische Methode der Transzendentalen Meditation (TM) weltweit mehrere hundert wissenschaftliche Untersuchungen in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden (neben ca. 100 Diplom- und Doktorarbeiten, die allein in der Bundesrepublik Deutschland zu diesem Thema vorliegen)? 2. Beabsichtigt die Bundesregierung die Erkenntnis zu nutzen, daß das TM-Verfahren zu nachhaltigen Heilerfolgen bei psychosomatischen und anderen Erkrankungen (z. B. Schlafstörungen, Migräne, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bronchialasthma, Bluthochdruck, Angstzustände) führt, den Alkohol-, Zigaretten- und Drogenkonsum verringert und zugleich Persönlichkeitsvariablen wie Gedächtnis, Kreativität, Konzentrationsvermögen, Feldunabhängigkeit und Streßtoleranz verbessert? 3. Die größte niederländische Krankenversicherung STERPOLIS räumt ihren TM-ausübenden Mitgliedern aufgrund dieser Erkenntnisse einen Beitragsnachlaß von 30 Prozent ein. Ist die Bundesregierung bereit, sich für einen vergleichbaren Nachlaß in der Bundesrepublik Deutschland einzusetzen? 4. Hat die Bundesregierung schon eine Bewertung der in den USA durchgeführten Langzeituntersuchung vorgenommen, in der anhand des Datenmaterials einer großen Krankenversicherung fünf Jahre lang die Inanspruchnahme ärztlicher Versorgung bei 2 000 TM-ausübenden Versicherten untersucht wurde und die ergab, daß die TM-Population im Vergleich zu den Kontrollgruppen eine um 50 Prozent geringere Inanspruchnahme ärztlicher Versorgung zeigte? (Orme-Johnson, „Medical Care Utilization and the Transcendental Meditation Programme", Psychosomatic Medicine, 1987, Vol. 49: 493-507). 5. Ist der Bundesregierung bekannt, daß die beiden, von der Vorinstanz, dem OVG Münster, bestellten offiziellen Gutachter, an deren Feststellungen das Bundesverwaltungsgericht als Revisionsgericht gebunden war (Prof. Dr. med. C. Scharfetter, Leiter der Psychiatrischen Universitätsklinik Zü rich; Prof. Dr. med. G. Klosinski, Leiter der Jugendpsychiatrischen Universitätsklinik Bern), sich in ihrem Schreiben vom 27. Juni und 5. Juli 1989 von dem Inhalt des Urteils ausdrücklich distanziert haben? (Zitat Prof. Klosinski: „Gerne bestätige ich Ihnen auch schriftlich, daß ein kausaler Ursachenzusammenhang zwischen Transzendentaler Meditation und psychotischer Entwicklung nicht besteht. ... Für mich ist das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes nicht nachvollziehbar. Sollte ich aufgefordert werden, in obiger Sache nochmals vor Gericht angehört zu werden, stünde ich gerne diesbezüglich zur Verfügung.") 6. Ist der Bundesregierung die im Auftrag der schwedischen Regierung durchgeführte Untersuchung über die Häufigkeit psychiatrisch behandlungsbedürftiger Erkrankungen in verschiedenen Gruppen der Bevölkerung bekannt, die u. a. ergab, daß in der Gruppe der TM-Ausübenden schwere psychische Störungen 150 bis 200 mal seltener auftreten als beim Rest der Bevölkerung? (Ottoson, J.-O., „Transcendental Meditation", Socialstyrelsen, Di nr SN 3-9-1149/73, 1977). 7. Kennt die Bundesregierung die Untersuchung an Bewohnern amerikanischer Altenheime, die u. a. ergab, daß bei einer durch Zufallsauswahl gebildeten Gruppe von Versuchspersonen (Durchschnittsalter 81 Jahre) sämtliche Ausübenden der Transzendentalen Meditation nach Ablauf der dreijährigen Untersuchungszeit noch lebten und sich überdurchschnittlicher Vitalität erfreuten, während die Überlebensrate der übrigen Heimbewohner — der statistischen Erwartung entsprechend — unter 65 Prozent lag? (Alexander et al.: „Transcendental Meditation, Mindfulness, and Longevity: An Experimental Study with the Elderly", Journal of Personality and Social Psychology, Vol. 57 [6]: 950-964, 1989). 8. Sind der Bundesregierung die Projekte mit Transzendentaler Meditation in der Rehabilitation von Strafgefangenen bekannt, die eine Senkung der Rückfallquoten von bis zu 80 Prozent ergaben? (Bleick & Abrams, „The Transcendental Meditation Program and Criminal Recidivism in California" , Journal of Criminal Justice, Vol. 15: 211-230, 1987; Dillbeck & Abrams: „The Application of the Transcendental Meditation Program to Corrections", International Journal of Comparative and Applied Criminal Justice, Vol. 11 [1]: 111-132, 1987; (Dokumentation zu Rehabilitationsprojekten in afrikanischen Strafvollzugsanstalten; im Druck). 9. Weiß die Bundesregierung, daß über dreißig wissenschaftliche Untersuchungen Transzendentale Meditation als ein hochwirksames Verfahren für die Therapie und Prävention von Drogen-, Alkohol- und Nikotinmißbrauch ausweisen? (Wallace et al.: „Decreased Drugabuse with Transcendental Meditation: A Study of 1862 Subjects", Drugabuse: Proceedings of the International Conference, ed. Chris J. D. Zarafonetis, Lea and Febiger, Philadelphia: 369-376, 1972; Schenkluhn & Geissler . ,,A Longitudinal Study of the Influence of the Transcendental Meditation Programme on Drugabuse", Scientific Research on the Transcendental Meditation Programme, Collected Papers, ed. Orme-Johnson, Farrow, Domasch, Vol. 1: 544-555, MERU-Press, 1977; Aron & Aron „The Patterns of Reduction of Drug and Alcohol Abuse among Transcendental Meditation participants", Bulletin of the Society of Psychologists in Addictive Behaviors, Vol. 2 [1]: 28-33, 1983). 10. Ist der Bundesregierung bekannt, daß das Japanische Landesinstitut für betriebliche Gesundheitsfürsorge, eine Behörde des Arbeitsministe riums von Japan, kürzlich eine Untersuchung an 789 Mitarbeitern des Großunternehmens „Sumitomo Heavy Industries" durchgeführt hat und zu dem Ergebnis kam, daß „die Einführung der Transzendentalen Meditation im Betrieb die psychische Gesundheit der Beschäftigten signifikant verbessert. "? (Laut einer Pressemitteilung wurden die Untersuchungsergebnisse am 6. Januar 1990 in Kumitomo von T. Haratami und T. Henmi auf einer Konferenz der Gesellschaft für Industriehygiene vorgestellt). 11. Welche Maßnahmen zur Auswertung und Nutzung dieser Erkenntnisse hat die Bundesregierung bisher ergriffen? 12. Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung für eine vertiefende Erforschung der psychophysiologischen Wirkungsmechanismen der Transzendentalen Meditation und für die Durchführung von medizinischen Modellprojekten in den Bereichen von Prävention und Therapie? 13. Wie beurteilt die Bundesregierung den Vorschlag, die Transzendentale Meditation und Verfahren des Maharishi- Ayurveda-Systems in die Leistungen der Krankenversicherungen und Kassen aufzunehmen? 14. Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, die Ergebnisse ausländischer Modellprojekte und praktischer Felderfahrung zu den Methoden der MVST in der Bundesrepublik Deutschland als innovative Strategien in den Bereichen Strafvollzug, Bildungswesen, Arbeitswelt, Drogenbekämpfung und Altenpflege einzusetzen und zu erforschen? IV. Friedenssicherung Auch wenn die erfreuliche Annäherung der Supermächte eine große Entspannung im internationalen Zusammenleben gebracht hat, so zeigt das Beispiel der Golfkrise, daß die Suche nach neuen Strategien nachhaltiger Friedenssicherung keineswegs überflüssig geworden ist. Besonders vor diesem Hintergrund erscheint eine intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten von Maharishis Vedischer Wissenschaft und Technologie lohnend. 1. Ist ihr bekannt, daß in führenden Fachzeitschriften empirische Untersuchungen über die Wirkungen der kollektiven Ausübung der Transzendentalen Meditation und des TM-Sidhi- Programms veröffentlicht wurden, die deutliche harmonisierende Einflüsse auf die Gesellschaft als Ganzes erkennen lassen? Ist ihr ferner bekannt, daß sich in diesen Untersuchungen an Populationen aus allen Teilen der Welt reproduzierbar und statistisch hochsignifikant der Rückgang. von — Kriminalität (Mord, Eigentumsdelikte), — Selbstmordrate, — Unfallhäufigkeit, — Sterblichkeit, — Säuglingssterblichkeit, — Arbeitslosigkeit, — Ehescheidungen, — Häufigkeit meldepflichtiger Infektionskrankheiten, — Krankenhauseinlieferungen, — kriegerische Konflikte, — Bürgerkrieg, — Zahl der Kriegstoten, — Bier- und Zigarettenkonsum, — Umweltverschmutzung, sowie eine Zunahme — der Patentanmeldungen, — des Bruttosozialprodukts, — der Positivität in den Äußerungen führender Politiker — und eine Steigerung der Aktienkurse zeigt? (Vergleich zwischen den Versuchsperioden, in denen das TM- und TM-Sidhi Programm in Gruppen ausreichender Größe ausgeübt wurde und den Kontrollperioden, in denen diese Gruppen nicht bestanden). (Dillbeck et al.: „Consciousness as a Field: The Transcendental Meditation and TM-Sidhi Program and Changes in Social Indicators; The Journal of Mind and Behaviour, Vol. 8 [1]: 67-104, 1987; Dillbeck et al.: „Test of a Field Model of Consciousness and Social Change: The Transcendental Meditation and TM-Sidhi Program and Decreased Urban Crime" ; The Journal of Mind and Behaviour, Vol. 9 [4]: 457-486, 1988; Orme-Johnson et al.: „International Peace Project in the Middle East. The Effects of the Maharishi Technology of the Unified Field"; Journal of Conflict Resolution, Vol. 32 [4]: 776-812, 1988). 2. Ist ihr bekannt, daß sich — wie die Untersuchungen zeigen — solche Verbesserungen in der Gesellschaft immer dann einstellen, sobald entweder ein Prozent einer gegebenen Bevölkerung Transzendentale Meditation ausübt oder sobald die Quadratwurzel aus einem Prozent der Bevölkerung das TM-Sidhi- Programm regelmäßig als Gruppe praktiziert ( „Maharishi- Effekt")? 3. Ist ihr bekannt, daß aufgrund dieses Effektes (und im Zuge eines Paradigmenwechsels in der Wissenschaft) neue Modelle über den Feld-Charakter und die nicht-lokale Natur des kollektiven Bewußtseins der Gesellschaft diskutiert werden, und daß sich daraus Möglichkeiten einer wirkungsvollen und kosteneffektiven Technologie der Friedenssicherung ergeben? 4. Hat die Bundesregierung den Inhalt der am 12. Oktober 1990 in der „Financial Times" von drei Privatuniversitäten veröffentlichten Anzeige zur Kenntnis genommen, aus der wir die nachfolgenden Auszüge zitieren: „In Anzeigen, die in der Weltpresse erschienen sind — z. B. in der ,Financial Times' vom 21. Februar und 10. April 1990 — kündigte Maharishi Mahesh Yogi an, jede Regierung, die an einem beliebigen Ort in der Welt eine Gruppe von 7 000 Experten seiner Vedic Science and Technology errichte, werde ... aufgrund des globalen ,Maharishi Effekts' Kohärenz im Weltbewußtsein hervorrufen und dadurch alle Trends in der Welt in eine positive, friedvolle und evolutionäre Richtung lenken. " „Inzwischen haben sich all die Länder, die auf dieses Angebot nicht eingegangen sind, am Persischen Golf versammelt. Kuwait wäre nicht in die gegenwärtige Krise geraten, wenn es eine (solche) Gruppe zur Herstellung von Kohärenz im Weltbewußtsein gegeben hätte.... " „Zumindest haben die Regierungen klugerweise erkannt, daß das Militär nicht zum Einsatz kommen sollte, doch suchen sie vergeblich nach einer politischen Lösung. ... Daß auf die politischen Bündnisse und Verträge zu keiner Zeit dauerhafter Verlaß war, dessen sind sich alle politischen Führer der Welt bewußt. Wäre es somit nicht klüger, nicht länger auf politische Abkommen zu vertrauen, sondern eine alternative Lösung zu finden? ... " „Ist es den führenden Politikern möglich, auf einen Mann zu hören, der sagt, ,Mit einer Gruppe von 7 000 Experten an einem beliebigen Ort kann ich erreichen, daß das Weltbewußtsein ein Bündnis mit der Regierung der Natur eingeht. Dadurch werden alle bestehenden Konflikte in der Welt neutralisiert, und es wird verhindert, daß zukünftig jemals ein internationaler Konflikt entstehen kann' (— Zitat Maharishi). Wenn dies unsinnig klingt, ist es dann nicht ein größerer Unsinn, weiterhin mit Methoden zu arbeiten, die immer wieder zu Mißerfolgen geführt haben? Sollten wir eine Alternative nicht zumindest ausprobieren, die — wie wissenschaftlich gezeigt wurde — Konflikte lösen und Kriege verhindern kann? ... " „Weltweit ist es Usus der politischen Entscheidungsträger, zur Erhaltung ihrer militärischen Macht und als Weg zum Frieden Geld einzusammeln. Sollte es nicht möglich sein, statt weiterhin Milliarden von Dollar im Militärbereich zu investieren und zu hoffen, daß dadurch Frieden entsteht, ... einen Fonds von nur wenigen Millionen US-Dollar zur Finanzierung einer Kohärenz schaffenden Gruppe einzurichten? ... Wir sind bereit, jeder Regierung kostenlos die erforderliche Ausbildung dieser Gruppe zu liefern...."? 5. Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, im Zuge eines Forschungsprojektes eine Gruppe von 7 000 Experten in Maharishis Vedischer Technologie einzurichten? Wie steht sie zu dem Vorschlag, ein solches Projekt auf freiwilliger Basis mit Personen durchzuführen, die dem Staat keine zusätzlichen Unterhaltskosten verursachen ; also z. B. mit Bundeswehreinheiten, Arbeitslosen oder Ersatzdienstleistenden? Bonn, den 29. Oktober 1990 Dr. Daniels (Regensburg) Frau Birthler, Hoss, Frau Dr. Vollmer und Fraktion]

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