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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Brand auf der Baustelle des Thorium-Hochtemperaturreaktors Hamm-Uentrop am 20. Juli 1983 (G-SIG: 10000350)

Brand von Isolierstoffen, Bewahrung der Bevölkerung vor Falschinformationen, Rückzug der Genehmigung zu den Reaktorprobeläufen

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium des Innern

Datum

10.08.1983

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/27428.07.83

Brand auf der Baustelle des Thorium-Hochtemperaturreaktors Hamm-Uentrop am 20. Juli 1983

des Abgeordneten Hecker und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Aus welchem Grund, in welchem Umfang und an welcher Stelle ist es am 20. Juli 1983 zu einem Brand von Isolierstoffen auf der Baustelle des Thorium-Hochtemperaturreaktors Hamm-Uentrop gekommen?

2

Warum wurde dieser Brand vom Kraftwerksdirektor zunächst als „Übung" der Presse gegenüber deklariert?

3

Mit welchen Maßnahmen wird die Bundesregierung darauf hinwirken, die Bevölkerung künftig vor derartigen, offensichtlich beabsichtigten Falschinformationen durch Verantwortliche im Bereich Kernkraft zu bewahren?

4

Teilt die Bundesregierung die Auffassung der Fraktion DIE GRÜNEN, daß die erteilte Genehmigung zu den Reaktorprobeläufen auf Grund dieses Unfalls und eines Brands, der sich Mitte der 70er Jahre auf derselben Baustelle ereignet hat, sofort zurückgezogen werden muß, um durch eine generelle Überprüfung der verwendeten Materialien feststellen zu lassen, ob sich ähnliche Vorfälle nicht auch nach der Inbetriebnahme des Reaktors ereignen können und ein zu großes Risiko für die Bevölkerung darstellen?

Bonn, den 28. Juli 1983

Hecker Beck-Oberdorf, Schily, Kelly und Fraktion

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